Bensheim

Forum Michaelsgemeinde Drei Vorträge in den nächsten Wochen

Europa und das Christentum

Bensheim.Europa ist in der Krise. Im nächsten Jahr verlässt mit Großbritannien eine der großen Volkswirtschaften die Europäische Union. In Polen, Ungarn, Österreich und Tschechien regieren europakritische Parteien, in Italien wird zurzeit von solchen Parteien eine Regierung gebildet.

Die EU hat ein Akzeptanzproblem. In sicherheits- und wirtschaftspolitischen Fragen führt die amerikanische Administration die Europäer vor. Was braucht Europa für seine Zukunft? Dieser Frage geht das diesjährige Forum Michaelsgemeinde in drei Vorträgen nach. Wer über die Zukunft Europas nachdenkt, wird auch über die Versäumnisse der Vergangenheit sprechen müssen. Das Forum legt einen besonderen Akzent auf die religöse Fragestellung.

Ohne die christlichen Kirchen sei die „heutige Gestalt unseres Gemeinwesens nicht denkbar“, sagte der ehemalige Bundespräsident Gauck anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums. Gilt das nicht auch für die Europäische Union? Die EU aber versteht sich als säkulares Projekt.

Auftakt mit Pfarrer Bergner

Doch die christlichen Wurzeln prägen Europa bis heute. Wie lässt sich auf die Errungenschaften in Kultur, Wirtschaft und bürgerschaftlichem Engagement aufbauen, um Europa aus der Krise zu führen? Welche Chancen bietet das europäische Projekt in einer globalisierten Welt? Warum haben die Kirche und insbesondere der Protestantismus die europäischen Fragen nur am Rande verfolgt?

Der Bensheimer Pfarrer Christoph Bergner wird die Reihe am Dienstag (22.) mit einem Vortrag zu Thema „Warum Europa das Christentum braucht“ eröffnen. Bergner veröffentlichte kürzlich das Buch „Europas christliche Wurzeln“, in dem er Beiträge des Christentums für Europa darstellt.

Der Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär Michael Meister referiert am 29. Mai über „Europa – Problem oder Lösung für unsere Zukunft“. Der Kirchenhistoriker Professor Markus Wriedt, Uni Frankfurt, wird am 5. Juni über das Thema sprechen: „Warum der Protestantismus die europäische Einigung nicht wahrgenommen hat.“

Alle Vorträge finden jeweils um 20 Uhr im Gemeindehaus der Michaelsgemeinde, Darmstädter Straße 25, statt. red

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