Bensheim

Kommunalpolitik Rundgang der Freidemokraten in Auerbach und im Weiherhausstadion / Kritik am Multifunktionsgebäude

FDP sieht Handlungsbedarf am Berliner Ring

Archivartikel

Bensheim.Ein paar positive Feststellungen, aber einiges an Kritik und Verbesserungsvorschlägen resultierten aus dem diesjährigen großen Stadtteilrundgang der Bensheimer FDP, den diese mit einigen Gästen kürzlich in Auerbachs Nordwesten durchgeführt hatte. Das teilte Partei- und Fraktionsvorsitzender Holger Steinert nun mit.

Firma Sanner: Zu Beginn besichtigte man den Neubau und die noch laufende Baustelle der Firma Sanner in der Schillerstraße und erfuhr von Ute Sanner-Friedrich, dass der Neubau als Standort für die Verwirklichung von Ideen und hier insbesondere der Entwicklung neuer Verpackungen genutzt werden soll.

Bahnhof: Nach der Stippvisite bei Firma Sanner stand die Besichtigung des Auerbacher Bahnhofs an. Das Gebäude ist nach Meinung von FDP-Vorstandsmitglied und Architektin Barbara Rohlfs schön instandgesetzt. Negativ sei den Teilnehmern des Rundgangs die Unterführung zur Ziegelbachstraße beziehungsweise der Durchgang zu den Bahngleisen aufgefallen.

Unterführung: Die Unterführung wurde als dunkel und schmutzig empfunden und der Gestank nach Fäkalien moniert. Zudem sei die Unterführung für Rollstuhlfahrer sowie Nutzer von Rollatoren und Kinderwagen von der Westseite her nur schwer befahrbar infolge enger Kurve und starkem Gefälle. Desweiteren vermittele die Anlage auf der Westseite durch Müll und unkontrollierten Pflanzenbewuchs vor allem am Geländer einen verwahrlosten Eindruck. Hier sollte die Stadtverwaltung schnell Abhilfe schaffen.

Berliner Ring: Anschließend fielen den Freidemokraten entlang des nördlichen Berliner Rings gleich mehrere Punkte auf. Zum einen gebe es am Berliner Ring ab dem Brückweg bis zum Weiherhausstadion keinen Fußgängerüberweg. Dies sei inzwischen problematisch, da das Gelände auf der Ostseite fast vollständig und auf der Westseite teilweise bebaut worden sei.

Glascontainer: Beim Aldi-Markt bestünde das Problem, dass die Glascontainer, hinter denen laut Hinweis eines Anwohners oft illegal Müll abgelegt werde, auf der gegenüberliegenden Seite platziert seien und die Fußgänger hier die Straße überqueren müssten. Das sei vor allem bei starkem Durchgangsverkehr schwierig. FDP-Fraktionsmitglied Tobias Fischer schlägt deshalb vor, die Container auf dem Parkplatz des Discounters aufzustellen.

Geh- und Radweg: Zum anderen müsse der gesamte Gehweg und Radweg nach Auffassung von Stadtrat Wilhelm Rothermel saniert werden. Bei den gepflanzten Bäumen handele es sich um Flachwurzeler, Linden und Blutahorn. Die Wurzeln hätten mehr als sichtbare Stolperfallen durch Erhöhung der Gehwegpflasterung verursacht. Dadurch, dass der Berliner Ring dort teilweise nicht beleuchtet sei, bestünde ernstzunehmende Sturzgefahr.

Auf Höhe des Tennisplatzes bei der Rechtsabbiegerspur Richtung Bensheim-Mitte seien schon wieder Linden gepflanzt worden. Durch diese Bäume werde der Straßenbelag absehbar erneut geschädigt, wie man es auf der anderen Seite am Gehweg schon ersehen könne.

Weiherhausstadion: Desweiteren fiel den Freidemokraten negativ auf, dass das Multifunktionsgebäude im Weiherhausstadion nicht fertiggestellt sei. Das Gebäude der TSV Auerbach sei größer ausgefallen bei geringeren Kosten, trotz höherwertiger Bauweise, so Vorstandsmitglied Stefan Stehle. Zudem hätten sich, wie man höre, für die Ausschreibungen kaum Handwerker gemeldet. Die Stadt solle nach Meinung des stellvertretenden Vorsitzenden Thorsten Eschborn ohne Not nicht mehr in Hochkonjunkturphasen bauen. Insgesamt, so Harald Boedinghaus, sollte der bisher unbebaute Teil des nördlichen und mittleren Berliner Rings neu beplant werden, wobei die gestiegenen Verkehrs- und Parkraumanforderungen angemessen berücksichtigt werden sollten. red

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