Bensheim

Kirchenmusikverein Unterhaltsame Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus / Witzige Beiträge und schwungvolle Tänze

Fehlheimer Superhelden hatten Spaß

Fehlheim.Die Superhelden waren los beim KKMV in Fehlheim. Dazu passend führte Harald Friedrich als Superman(n) durch das bunte Programm. Nach der Begrüßung aller Superhelden im Saal konnte die echte Superhelden-Show starten. Miriam Klein und Linda Brunnengräber von den „Fehlheim News“ nahmen dabei zunächst die städtischen Superhelden auf die Schippe.

Besonders die Abschottung des Ortes durch diverse gleichzeitig stattfindende Straßenbauarbeiten in den Nachbargemeinden kam hier deutlich zur Sprache, aber auch finanzielle Ausgaben wie der Thron auf dem Juxplatz oder die Sanierung des Bürgerhauses. Natürlich musste der eine oder andere Dorfbewohner ein bisschen Spott über sich ergehen lassen, selbstverständlich alles ohne Namen, wegen des Datenschutzes.

Die neue Frauenpower beim VfR, die hungernden Musiker im Schwarzwald, Camping auf dem Bauernhof oder fehlende Parkplätze bei Fehlheims Döner – wären nur alle Nachrichten so lustig wie die aus Fehlheim an der Fastnacht.

Wild ging es weiter mit dem Jugendorchester, bestehend aus Theresia Hebling, Emely Lambert, Lara Löchelt, Karoline Robenek, Katharina Späth, Florian Friedrich, Sebastian Junker und Nikolai Peter.

Die Kids sind jetzt neu eingekleidet mit dem Anzug der Großen und fühlen sich prompt als Superhelden. Anschaulich demonstriert haben sie das mit ihrem Tanz auf „Men in Black“, authentisch mit coolen Sonnenbrillen auf Alienjagd.

Astrid Rossmanith und Rico Klos fetzten sich dann als Ehepaar, dass die Bühnenbretter nur so krachten. Es geht nicht miteinander, aber auch nicht ohne den anderen. Schlussendlich waren sie sich aber einig, dass mit Witz, Humor und Freude im Haus eine Ehe ein Leben lang halten kann.

Martin Reeb gab die aktuelle Situation des Orchesters musikalisch zum Besten. Vom Neuanfang mit Dirigentenwechsel kam er dann zum Thema „Rumm is rumm“. Auf die Melodie von „Pour un flirt“ besang er früher und heute und kam zu dem Schluss: „Frieher war des annerscht!“ Das Publikum unterstütze ihn dabei tatkräftig.

Bereits ein fester Bestandteil in der Bütt sind Katharina Späth und Theresia Hebling, im vergangenen Jahr aus dem Jugendorchester ins Große Orchester „aufgestiegen“. Die wöchentlichen Proben bezeichneten sie als Kindergeburtstag. Es blieb für die beiden Flötistinnen sogar genug Zeit, sich ihre Musikerkollegen genauestens zu betrachten. Und wer die beiden kennt, der weiß, dass dabei kaum jemand ungeschoren davonkam.

Feste Größen in der Bütt

Auch Vera Klein ist eine feste Größe bei der Fastnacht des KKMV. In diesem Jahr brillierte sie gemeinsam mit ihrer Tochter Miriam Wetzel, die Hedi Korzilius vertrat. Die beiden plauderten übers Fernsehen, Topfkratzer als Abschminktücher, nervende Ehemänner und allerlei Sonstiges. Dass sie dabei nicht gerade zimperlich miteinander umgingen, strapazierte die Lachmuskeln des Publikums erheblich.

Dass ein Vortrag auch ohne Worte geht, zeigten die Musiker Peter Mehl, Christiane Abresch, Jokel Willwohl, Simone Lang, Sebastian Junker, Markus Stafflinger und Anja Gruber. Kino, die glorreichen Sieben, alles ist voll, nur noch zwei Plätze am entgegengesetzten Ende einer Reihe – dann kommt ein Pärchen. Küsschen, Umarmungen und ähnliches gingen dann nur noch per stille Post. Bei den zwei nebeneinandersitzenden Männern kam das nicht so gut an, beim Publikum umso mehr. Vor allem bei der Zugabe, als nochmal alles gegeben wurde, plus Ohrfeigen.

Ein richtiger Mann, einer, vor dem vor allem die Ehefrau Respekt hat, davon träumte Rico Klos. Als ehemaliger und wichtiger Opelaner jammerte er vergangenen Zeiten nach, als die Krone der Schöpfung noch mit Speeren jagte und von der Gattin die Mahlzeit mit einem Knicks serviert bekam. Heute dagegen schiebt er ihren Einkaufswagen, macht selbst einen Diener beim Servieren und versteht aber auch gar nicht, wie sie denn so plötzlich die Macht an sich reißen konnte. Den krönenden Abschluss des Abends bildete das Damenballett. Fetzig wie immer rockten sie den Saal und begeisterten das Publikum, wie Supergirls das eben so machen.

Die Supergirls des KKMV – das sind Laura Alexander, Linda Brunnengräber, Annika Geffert, Nina Janiszewski, Elisa Rossmanith und Julia Schmitt. Und weil Supergirls auch nicht immer nur unter sich sein wollen, haben sie sich tatkräftige Unterstützung bei Batman alias Sebastian Junker geholt.

Zum Finale waren dann alle Akteure auf der Bühne., Bei der anschließende Polonaise machten auch die Ehrengäste Christine Deppert und Stadtrat Bernd Aßmus mit.

Rundum war es ein gelungener Abend, begleitet vom DJ-Team Alexander Lambert und Björn Herges, die auch nach der stimmungsvollen Sitzung noch für ordentlich Stimmung sorgten. red

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