Bensheim

Woche junger Schauspieler Schauspiel Düsseldorf zeigt am 9. März "Jugend ohne Gott"

Fesselnder Krimi mit hohem Spannungsfaktor

Archivartikel

Bensheim.Nazideutschland im Jahre 1936. Der Umschwung von Demokratie zu Diktatur, die neuen und heutzutage als falsch angesehenen Werte, die den Jugendlichen vermittelt werden, eine Zeit, in der strenge Rassentrennung, Menschenhass und bedingungsloses Gehorchen der Autoritätspersonen erzwungen werden – für uns unvorstellbar. Und genau diese radikalen gesellschaftlichen Züge Nazideutschlands werden bei der Theaterinszenierung von "Jugend ohne Gott", ursprünglich geschrieben von Ödön von Horvath, am Samstag, 9. März, um 19.30 Uhr im Parktheater Bensheim, dargestellt.

Das Besondere an der Inszenierung von Kristo Sagor ist das auffällige Bühnenbild: Es handelt sich um eine bewegliche Bühnenfläche, auf der die Schauspieler des Düsseldorfer Schauspielhauses ihre Charaktere verkörpern. So beginnt die Geschichte mit einer Schulklasse, wobei keiner der Schüler einen Namen trägt, sie werden lediglich mit ihrem Anfangsbuchstaben benannt und auch der Protagonist trägt nur den Titel „Lehrer“.  Dadurch soll die Entindividualisierung der damaligen Zeit verdeutlicht werden.

Als die Klasse für paramilitärische Ausbildungen in einem Zeltlager weilt, lernt der Schüler Z die Anführerin einer Diebesbande, Eva, kennen. Er schreibt in seinem Tagebuch über diese aufkeimende Liebe sowie über seine kritische Haltung der militärischen Erziehung gegenüber. Als das Aufbewahrungskästchen des Tagesbuchs allerdings aufgebrochen wird, verdächtigt Z sofort N, der kurze Zeit später tot aufgefunden wird.

Eva gilt als Verdächtige. Und so beginnt ein fesselnder Krimi mit hohem Spannungsfaktor, unter anderem mit vorschnellen Verurteilungen und geheimen Verschwörungen, der auch zum Nachdenken und Hinterfragen anregt.  Hannah Ruh, AKG Bensheim

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