Bensheim

Marktplatz FDP wundert sich über Aussage des Bürgermeisters / Vorschlag für Lücke vor der Kirche

Flacher Markthallenbau denkbar

Archivartikel

Bensheim.Mit der Neugestaltung des Marktplatzes beschäftigten sich Vorstand und Fraktion der Bensheimer FDP im Rahmen einer Sitzung im Hotel Felix. Dabei wunderten sich die Freidemokraten über Äußerungen des Bensheimer Bürgermeisters beim städtischen Neujahrsempfang, bei welchem er für einen eingeschossigen Flachbau vor der Kirche Sankt Georg plädierte, den er als Wunsch einer Mehrheit der Bürger „wahrnehme“, wie auch immer er zu dieser Erkenntnis gekommen sein mag.

Zum einen sei der von ihm selbst initiierte Findungsprozess und in der Folge das Ergebnis des erst noch zu beschließenden städtebaulichen Wettbewerbs noch gar nicht abgeschlossen, so dass er, wie im Sommer letzten Jahres, wieder mal einer Entscheidung des Stadtparlaments vorgreife.

Zum anderen bemühe er eine Lösung, die die FDP nach ihrem sommerlichen Innenstadtrundgang 2019 schon ins Gespräch gebracht hatte, nämlich einen eingeschossigen Bau am rechten oberen Ende des Marktplatzes, was aber seitens Rathausspitze ohne jede Reaktion blieb.

Die FDP hatte damals konstatiert, dass der unverbaute Blick auf die Kirche Sankt Georg sicherlich schön sei, ebenso der auf das Gebäude-Ensemble nördlich des Kirchenvorplatzes, aber die Ansicht auf das obere Deck des Parkhauses auf der anderen Seite wenig attraktiv sei. Insofern konnten und können sich die Freidemokraten durchaus eine Bebauung des durch den Abriss des Haus am Markt frei gewordenen Platzes auf der südlichen Seite mit einem eingeschossigen Pavillon möglichst mit begehbarem Dach vorstellen, der nicht über die obere Begrenzungsmauer zur Kirche hinausrage.

Das Gebäude sollte in der Ausrichtung vom Marktplatz aus gesehen rechts gehalten werden, womit die nicht so schöne Ansicht auf das Parkhaus etwas verdeckt beziehungsweise gemildert werden könne, so die FDP-Aussagen bereits letzten Spätsommer.

Um den Bau attraktiv nutzen zu können, wäre ein moderner, heller, transparenter und flacher Markthallenbau denkbar, der die freigewordene Fläche komplett oder nahezu komplett ausnutze und sich in seiner Gestaltung in das umgebende Fachwerkensemble bestmöglich einpasse, um sowohl den Wochenmarktbeschickern und eventuell weiteren Anbietern zum Beispiel von Käse und Wein ein wetterunabhängiges Zuhause zu bieten, als auch ein Tagescafé und die notwendige öffentliche Toilettenanlage beherbergen zu können.

Da Bürgermeister und FDP offenbar grundsätzlich einer Meinung seien, sehen die Freidemokraten gute Chancen für die Umsetzung ihrer ursprünglichen Idee.

Zuvor müsse aber erst noch ein teurer Wettbewerb ausgelobt werden, dessen Ergebnis bereits mehr oder weniger feststehe, heißt es in der Pressemitteilung der FDP. red

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