Bensheim

Winterakademie Drei Vorträge zum Thema Gleichberechtigung

Frauen in Kirche und Gesellschaft

Archivartikel

Bensheim.Vor Gott sind alle Menschen gleich – Männer und Frauen. Das war ein zentraler Gedanke der Reformation. Über 400 Jahre hat es gedauert, bis er in die deutsche Wahlgesetzgebung eingegangen ist.

Erst im November 1918 trat in Deutschland das Reichswahlgesetz mit dem allgemeinen aktiven und passiven Wahlrecht für Frauen in Kraft. Am 19. Januar 1919 durften Frauen zum ersten Mal bei den Wahlen zur verfassungsgebenden Deutschen Nationalversammlung wählen und gewählt werden.

In den Kirchen gibt es Gleichberechtigung längst noch nicht überall. In der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau werden Frauen seit 1950 ordiniert und seit 1970 sind sie gleichgestellt. Bis dahin durften sie im Pfarramt nicht heiraten.

Das Jubiläum „100 Jahre Frauenwahlrecht“ ist für die Auerbacher Winterakademie Anlass, sich mit dem Weg zur Gleichberechtigung auseinanderzusetzen. Dazu gibt es eine Veranstaltungsreihe mit drei interessanten Vorträgen.

Stellung der Frau: Sie startet am Mittwoch, 6. Februar, mit einem Vortrag von Privatdozentin Gisa Bauer, Lehrauftrage für Kirchengeschichte an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Ihr Thema: „Frauen in Kirche und Gesellschaft – Vom Kampf im 19. Jahrhundert bis 1968“. Es geht um das Wechselverhältnis des Kampfes der Frauen in Politik und Gesellschaft zu den Veränderungen bei der Gleichberechtigung im Protestantismus.

Frauenordination: Ein weiterer Vortrag folgt am Mittwoch, 13. Februar, mit Pfarrer Walter Fleischmann-Bisten zu „Frauenordination – Mühsame Konsequenzen der Reformation“.

Frauenwahlrecht: Der dritte Termin ist am Mittwoch, 20. Februar. Die geschäftsführende Pfarrerin des Vereins „Evangelische Frauen in Hessen und Nassau“ Angelika Thonipara spricht zum Thema zu „Frauenwahlrecht im Wandel – Aufgaben von heute“ geplant.

Alle Vorträge beginnen um 20 Uhr im Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Bensheim-Auerbach in der Bachgasse 39. Nach den Vorträgen ist Gelegenheit zu Rückfragen und zur Diskussion. Die Veranstaltungen enden gegen 21.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. red

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