Bensheim

Freundeskreis Hostinné Gruppen aus Bensheim und Tschechien trafen sich in Dresden / Ausstellung auf Schloss Moritzburg

Frauenkirche und Semper-Oper besucht

Bensheim.„Winterzeit – Märchenzeit“: Unter diesem Motto stand die Busreise des deutsch-tschechischen Freundschaftskreises nach Dresden und der Besuch der Ausstellung „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ im Wasserschloss Moritzburg.

Auf Anregung des Freundeskreises Hostinné-Bensheim trafen sich die Reisegruppen aus beiden Städten für drei Tage in Dresden. Bereits am Anreisetag wurde die aus einem Trümmerhaufen wiedererstellte Frauenkirche besucht. Orgelmusik umrahmte feierlich die Abendandacht. Eine Führung zeigte den Besuchern die Geschichte der Kirche auf, ihr tragisches Schicksal in der Bombennacht am 13. Februar 1945, die traurigen Jahrzehnte als Ruine und der Wiederaufbau nach der Wiedervereinigung.

Auch wurde zur Symbolik, der einzigartigen Architektur und der für eine evangelische Kirche ungewöhnlichen barocken Innenausstattung viel Interessantes vermittelt. Im Anschluss trafen sich die Gruppen zum Abendessen mit insgesamt 84 Personen im historischen „Pulverturm“ in der Dresdner Altstadt.

Am kommenden Tag stand für die Reisegruppen, jeweils in der Landessprache, eine mehrstündige Stadtführung mit Bus in den Stadtteilen und zu Fuß in der Innenstadt auf dem Programm. Die Bensheimer Gruppe nahm an einer Führung in der Semper-Oper teil. Dieses historische Bauwerk erstrahlt wie einst vom Hofarchitekt Gottfried Semper entworfen und vom Sohn Manfred erbaut. Zum Tagesabschluss wurde noch das historische „Grüne Gewölbe“ besucht, eine Ausstellung, die die Sammlerleidenschaft Königs Friedrich August I. (auch August der Starke genannt) veranschaulichte.

Einzigartige Meisterwerke von Kunsthandwerkern werden hier gezeigt. Die Freunde aus Hostinné nutzten den Nachmittag zum Stadtbummel und Shoppen. Der Sonntagvormittag war zum gemeinsamen Besuch der Ausstellung „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ auf Schloss Moritzburg reserviert. In der Vorweihnachtszeit ist der deutsch-tschechische Märchenfilm nicht mehr aus den Fernsehprogrammen wegzudenken.

Teile des Films wurden auf Schloss Moritzburg und der historischen Burg Schwihau (Svihov) in der Nähe von Pilsen gedreht. Die Ausstellung zum Film findet jährlich in der Winterzeit in Moritzburg statt. Gezeigt werden lebensgroße Figuren und Szenen in Originalkostümen, Requisiten und vieles andere mehr. Da die Ausstellung in Deutsch und Tschechisch konzipiert ist, war dieses ein ganz besonderer Rahmen für beide Gruppen, konnte doch jeder in seiner Muttersprache Wissenswertes zum Film und seiner Entstehung in Erfahrung bringen und sich dabei in seine Kindheit zurückversetzt fühlen.

Das Treffen endete mit einer herzlichen Verabschiedung vor dem Schloss, bevor die Heimreise nach Hostinné und Bensheim angetreten wurde. mz

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