Bensheim

SPD Sozialdemokraten hoffen auf städtebaulichen Wettbewerb

„Freude und Unmut“

Archivartikel

Bensheim.Die SPD-Fraktion hat die Entscheidung zum Umschwenken beim Haus am Markt nach eigenem Bekunden mit Überraschung und Freude aufgenommen.

Schon im März 2017 hatten die Sozialdemokraten den Verzicht auf einen mehrgeschossigen Neubau und einen städtebaulichen Wettbewerb zur Platzgestaltung gefordert und diese Position auch seitdem konsequent vertreten.

„Schon damals waren wir der Meinung, dass ein Neubau an dieser Stelle sich behutsam in den Marktplatz einfügen sollte. Leider wurde dieser Vorschlag damals von der Koalition hämisch abgelehnt. Wir freuen uns, dass jetzt doch ein Umdenken in der Koalition stattgefunden hat“, sagt Fraktionsvorsitzende Eva Middleton zu den neuesten Entwicklungen.

Die Sozialdemokraten hoffen, dass nun auch ihr damaliger Vorschlag eines städtebaulichen Wettbewerbs zur Platzgestaltung in Betracht gezogen wird. Der Platz biete auch durch den Höhenunterschied viele interessante Gestaltungsmöglichkeiten.

Allerdings erregte die Ankündigung des Bürgermeisters durchaus auch Unmut. Die Stadt habe bisher behauptet, dass ein Hochbau an dieser Stelle zwingend notwendig sei, auch durch Vorgaben des Denkmalschutzes. „Wir finden es sehr bedenklich, dass die bisher vorgetragenen Gründe für einen Hochbau anscheinend nun doch nicht ganz so zwingend sind, wie von der Stadt behauptet. Den interessierten Bürgern und Kommunalpolitikern wurde hier eindeutig kein reiner Wein eingeschenkt. Dies hinterlässt kein gutes Gefühl. Wir sind als Kommunalpolitiker darauf angewiesen, von der Stadt wahrheitsgemäße Informationen zu erhalten“, resümiert Christiane Lux, Mitglied des Bauausschusses. dr

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