Bensheim

Kolpingsfamilie Isabel Pauly fliegt am 28. August nach Mittelamerika / Arbeit auf einer Kaffeeplantage

Für ein Jahr nach Costa Rica

Bensheim.Die Kolpingsfamilie Bensheim bietet schon seit Jahren einen Mehrgenerationenstammtisch an - jeweils am zweiten Mittwoch eines jeden Monats um 19 Uhr im Kolpinghaus. In geselliger Runde besteht dort die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Gelegentlich steht dabei auch ein besonderes Thema im Mittelpunkt des Interesses.

So war es beim Mehrgenerationenstammtisch im August, zu dem Isabel Pauly eingeladen war, um über ihr im September beginnendes Freiwilligenjahr in Costa Rica zu informieren. Isabel Pauly wohnt in Bensheim und hat in diesem Jahr ihre Schulzeit mit dem Abitur am Goethe-Gymnasium beendet. Sie hat sich dafür entschieden, vor Beginn eines später avisierten Studiums zuerst ein einjähriges Freiwilligenjahr zu absolvieren. Ihr Interesse gilt dabei Projekten mit umweltpolitischem und ökologischem Inhalt. Sie legte deshalb ihr Augenmerk bei der Auswahl auf dementsprechende Angebote und wurde schließlich beim Kolpingwerk in Köln fündig. Nach Bewerbung und Auswahlverfahren geht es jetzt am 28. August mit dem Flug nach Costa Rica los.

Das Projekt heißt "Apoya", wird vom Kolpingwerk betreut und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit gefördert. Apoya ist eine Vereinigung von zumeist kleinen Bio- und Spezialitätenproduzenten in der Region Turrialba, deren Aufgabe es ist, umweltfreundliche Alternativen zu fördern und die Rechte der Bauern zu sichern. Es soll gewährleistet werden, dass sich die Landwirtschaft im Einklang mit der Umwelt entwickelt. In Costa Rica steht im Vordergrund der Anbau von Kaffee und Bananen.

Isabel erläuterte, dass sie im Rahmen des Projekts in verschiedenen Aufgabenbereichen eingesetzt werden soll - so auch bei dem Vorhaben, die Getrenntsammlung von Müll weiter zu forcieren.

Die meiste Zeit werde sie aber bei der Feldarbeit, auf Kaffeeplantagen und der Kontrolle des ökologischen Anbaus bei den Landwirten vor Ort verbringen. Sie wird in Turrialba von einer Mentorin aus der etwa 15 Mitarbeiter umfassenden Gruppe, zu der auch Agrarstudenten gehören, betreut und auf einer Finca (Pauly: "Nicht so eine wie in Mallorca") leben.

Da das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit nur etwa zwei Drittel finanziert und der Rest privat zu stemmen ist, hat die sympathische Abiturientin im Sommer gearbeitet und sich etwas dazu verdient. Sie ist natürlich für jede Spende dankbar, die ihr das Jahr in Costa Rica erleichtert und die dort auch hilfreich eingebracht werden kann.

Die Kolpingsfamilie hatte deshalb bereits bei ihrer Wallfahrt nach Maria Einsiedel die dort gesammelte Kollekte an Isabel weitergereicht und beabsichtigt, den Aufenthalt und die Arbeit der jungen engagierten Frau in Costa Rica weiterhin zu unterstützen.

Die Teilnehmer am Mehrgenerationenstammtisch hatten viele Fragen an Isabel und bedankten sich bei ihr besonders für die Darstellung ihres zukünftigen Wirkens. Die Vorfreude auf ihre Arbeit in dem Projekt war ihr bei ihrem Vortrag genauso anzumerken wie ihre Offenheit für neue Gegebenheiten und ihr Elan, mit dem sie die dortige Aufgabe in Turrialba angeht.

Isabel Pauly sagte zu, der Kolpingsfamilie Bensheim immer wieder während ihres einjährigen Aufenthaltes in Costa Rica über das Projekt und ihre Erlebnisse zu berichten. red

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