Bensheim

Gesundheit im Dialog Vortrag zu Sehstörungen aus augen- und nervenärztlicher Sicht

Für einen besseren Durchblick

Bensheim.Am Donnerstag (13.) lädt die „Initiative Gesundheit im Dialog“ (IGiD) zu einem Vortrag zum Thema „Kein Durchblick?“ ein. Dr. Annette Brusis, Augenärztin in Heppenheim, und Dr. Christoph Meyer, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie in Bensheim, werden über das Sehen informieren.

In der Ankündigung heißt es: „Etwa 80 Prozent der Informationen über die Umwelt erhalten wir über die Augen. An der Verarbeitung ist mindestens ein Viertel des Gehirns beteiligt. Der Sehsinn ist vielleicht das wichtigste Wahrnehmungssystem des Menschen. Seine Leistungen sind enorm, was man im Allgemeinen erst feststellt, wenn eine Sehbeeinträchtigung einem das Leben schwer macht.

Das visuelle System muss ständig einen riesigen Strom von Informationen bewältigen. Mit 125 Millionen Photorezeptoren und einer komplexen Anatomie ist das Auge die erste Station des Sehsinns. Auf der Netzhaut finden bereits erste Verarbeitungsprozesse statt. Hier werden Informationen einer ersten Filterung unterworfen und Lichtenergie in elektrische Energie und chemische Impulse umgewandelt.

Annette Brusis wird die komplexe Funktion und den Aufbau des Auges als Hochleistungsorgan darlegen und mit welchen Tricks die Augenärzte arbeiten, um die Funktion des Auges zu erhalten. So haben sich die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten die Augenheilkunde in den letzten Jahrzehnten enorm erweitert. Am Beispiel von Halluzinationen wird Christoph Meyer aufzeigen, wie es möglich ist, dass wir Dinge sehen, die gar nicht da sind. Nicht nur die Einnahme von Drogen wie LSD oder Meskalin können Halluzinationen hervorrufen. Auch Schädigungen der Sehnerven oder Migräne können zu Veränderungen des Sehens führen.

Grundsätzlich handelt es sich bei visuellen Halluzinationen um eine Störung im Zusammenspiel von Sehsystem und Strukturen des Gedächtnisses.

Der Vortrag findet am Donnerstag (13.) um 19.30 Uhr in der Apotheke am Hospital in Bensheim in der unteren Fußgängerzone statt. Eingeladen sind alle Interessierten und Betroffene. red

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