Bensheim

Karl-Kübel-Schule Abschlussfeier der Berufsschüler

Fundament für den beruflichen Einstieg gelegt

Bensheim.Ein allerletztes Mal waren die Berufseinsteiger in die Karl-Kübel-Schule in Bensheim auf den Campus gekommen, um nach ihrer zwei- oder dreijährigen Berufsschulzeit ihre Abschlusszeugnisse in Empfang zu nehmen.

Die Absolventen freuten sich, damit den ersten großen Schritt ins Berufsleben gemeistert zu haben und mit neuen Perspektiven einen frischen Lebensabschnitt beginnen zu können.

Ehrung für die Klassenbesten

Im Multimax wurden die Absolventen für ihren Erfolg gewürdigt und die Klassenbesten besonders geehrt, bevor ihre jeweiligen Klassenlehrer die Zeugnisse überreichten. Michael Steffan, Abteilungsleiter der Berufsschule, gratulierte den Abgängern und bedankte sich bei den Lehrern und Ausbildern für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung.

Sie haben den Jugendlichen die notwendigen Kenntnisse und Kompetenzen für ihre berufliche Ausbildung vermittelt, die sie in den Abschlussprüfungen erfolgreich nachweisen konnten.

Pluspunkt duales Lernen

Neben den rein fachlichen Kompetenzen und dem erforderlichen Basiswissen betonte Schulleiterin Ulrike Rüger den Abschluss der Berufsschule als besondere Leistung und wichtige Etappe in der Biografie jedes einzelnen Schülers.

Das duale Lernen in Schule und Betrieb sei ein großes Plus, das in dieser Qualität außerhalb Deutschlands nur in wenigen Ländern möglich sei. Rüger unterstrich außerdem, dass die individuelle Entwicklung der Berufsstarter mit dem Abschluss der Schule noch lange nicht zu Ende sei. Lernen sei ein Prozess, der den Menschen ein Leben lang begleiten und motivieren sollte, so die Schulleiterin.

„Weiterbildung bedeutet auch, Aufgaben anzupacken und neue Kompetenzen zu erlangen.“ Der Abschluss sei für jeden nur ein erster, aber wichtiger Schritt.

Während die einen direkt in einen Beruf einsteigen, würden andere auf die Fachoberschule wechseln und eventuell ein Hochschulstudium anpeilen. Verabschiedet wurden am Mittwoch Klassen aus den Fachrichtungen Medizinischer Fachangestellter, Kaufmann für Büromanagement, Kauffrau im Einzelhandel, Verkäufer im Groß-und Einzelhandel, Verwaltungsfachangestellte, Zahnmedizinischer Fachangestellter und Bankkaufrau. Auch Schüler in IT-Berufen (Systemelektroniker, Informatiker) wurden im Multimax der Kübel-Schule besonders geehrt.

Anschließend erinnerte Ralf Tepel aus dem Vorstand der Karl-Kübel-Stiftung an den gemeinsamen Namensgeber und dessen zentrales – den Menschen zugewandtes – Leitmotiv „Womit kann ich dienen?“. Der Firmengründer Karl Kübel habe mit seinem sozialen Unternehmertum vorbildlich vorgelebt, dass Wertschätzung und Respekt auch in der Wirtschaft zentrale Größen sind.

Kübel hatte sich bereits im Alter von nur 23 Jahren selbstständig gemacht. „Er hat eine Universität nie von innen gesehen“, berichtete Tepel aus dem Leben von Karl Kübel, der als achtes von neun Kindern aufgewachsen und nach seiner Lehre als Unternehmensgründer erfolgreich war. „Auch er hat Kaufmann gelernt, wie viele von Ihnen auch“, so Tepel zu den Absolventen.

1972 hat er seine Möbelfirma verkauft und als Stiftungsgründer ein neues Kapitel begonnen. Tepel sprach in seiner Rede auch Malala Yousafzai aus Pakistan an, die 2014 für ihren Kampf um die Gleichberechtigung als 17-Jährige den Friedensnobelpreis bekommen hat.

Zwei Biografien, eine Überzeugung

Auf sie hatten die Taliban 2012 einen Mordanschlag verübt, weil sie sich für das Recht auf Bildung einsetzte. Nachdem sie von dem Kopfschuss genesen war, setzte sie ihr Engagement weiter fort. „Zwei Biografien, eine Überzeugung: Bildung als Schlüssel zu Selbstentfaltung“, so Ralf Tepel mit Blick auf das weitere Berufsleben der Schulabgänger.

Anschließend wurden die Klassenbesten mit Bücherpreisen geehrt: Jakob Eisenhauer, Leon Fornaro, Sebastian Hohmann, Florian Helmling, Hanna Weber, Teresa Simona Bauer, Helena Hunger, Alexander Ehrenfried, Christian Bähr, Adrian Höhne, Samira Edith El Abed, Lisa Marie Freimuth, Caroline Lippick, Alicia Klein, Stefanie Flössel, Martin Löffler, Anne Fingerle und Selenia Burgio.

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