Bensheim

Klausur Wählergemeinschaft formulierte Grundsätze für ihre Arbeit

FWG will „kritisch und bürgernah“ sein

Archivartikel

Bensheim.Die Freie Wähler Gemeinschaft Bensheim (FWG) hat auf ihrer Klausurtagung rückblickend auf das Jahr 2019 ihre Arbeit in den Ortsbeiräten, der Stadtverordnetenversammlung und in der Öffentlichkeit analysiert und die eigenen Positionen selbstkritisch hinterfragt.

Die Gremienvertretungen brachten sich aktuell und in der Vergangenheit mit eigenen Anträgen, Anregungen und Diskussionsbeiträgen intensiv ein. „Dabei wohlwissend, dass die direkten Einflussmöglichkeiten der FWG wegen der bestehenden Mehrheitsverhältnisse sehr gering sind. In der öffentlichen und politischen Auseinandersetzung erregte dies aber dennoch Aufmerksamkeit und Wirkung“, heißt es in der Pressemitteilung.

„Positive Rückmeldungen“

Die veröffentlichten Positionen der Freien Wählergemeinschaft zu den Schwerpunktthemen Bürgerhaus, Haus am Markt, Straßenbeiträge, Haushaltskonsolidierung sowie zu Umwelt- und Naturschutzfragen hätten viele Bürger geteilt. Das zeigten die „vielen positiven Rückmeldungen“.

In der Vorbereitung auf das neue Jahr mit der Bürgermeisterwahl und 2021 mit der Kommunalwahl wies Peter Leisemann, der FWG-Vorsitzende und Vertreter im Ortsbeirat Auerbach, auf die Grundsätze und Leitlinien hin, die sich in Kurzform so zusammenfassen lassen: „Die FWG ist unabhängig von jeder Parteidoktrin, sie ist in konstruktiver Weise kritisch und agiert bürgernah.“

Wie das Team um Frank Gräff erläuterte, müsse und wolle die FWG ihre Standpunkte zu aktuellen Fragen der Kommunalpolitik durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit wirkungsvoll den Bürgern nahebringen. Entsprechende Initiativen seien in Vorbereitung.

Zur Unterstützung der Gremienvertretungen, insbesondere des Stadtverordneten Rolf Tiemann, bildeten sich Teams zur intensiven Auseinandersetzung mit den aktuellen Themen der Stadtverordnetenversammlung und ihrer Ausschüsse.

Auf Initiative der Arbeitsgruppe „Natur und Umwelt“ mit Jürgen Beck, Udo Bergmann, Alois Hillenbrand und Michael Horschler wurden Gespräche mit der Umweltberaterin der Stadt, Maria Romero-Martin, über ihre Aufgaben und Aktivitäten und mit Sabine Knapp vom BUND über ihr Streuobstwiesenprojekt geführt.

Mit ihrem launigen und sehr informativen Vortrag mit dem Titel „Mit Apfelsaft die Erde retten“ erläutere Sabine Knapp, wie wichtig die richtige Pflege und Bepflanzung von Ausgleichsflächen für den Umweltschutz ist. Auch Maria Romero-Martin unterstützt diese Auffassung und will sich intensiv für die „richtige“ Nutzung und Pflege der städtischen Ausgleichsflächen einsetzen. Mit einer Kostprobe des Apfelsaftes überzeugte Sabine Knapp die Anwesenden von ihrer These.

Zuversichtlich ins Jahr 2020

In einer Gesprächsrunde mit einem Landwirt und einem Umweltschützer wurden Wege aufgezeigt, wie in der Landwirtschaft die ökonomischen Erfordernisse mit dem Landschafts- und Umweltschutz in Einklang gebracht werden könnten.

In diesem Zusammenhang sprachen FWG-Mitglieder und andere Interessierte bei einem Ortstermin mit einem Fachmann über die sinnvolle Anlage von Blühstreifen und Blumenwiesen. Diese Themen werden die Arbeitsgruppe in 2020 weiter beschäftigen.

Die FWG geht nach eigenem Bekunden zuversichtlich in das Jahr 2020 und „wird in der politischen Arbeit weiterhin für sachgerechte und bestmögliche Problemlösungen kämpfen und darauf drängen, dass parteipolitische Interessen nachgeordnet bleiben“. red

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