Bensheim

Aktion Stadtparlament setzt auf Bitte von Richter ein Zeichen

Gegen Hetze, Gewalt und Radikalismus

Archivartikel

Bensheim.Bürgermeister Rolf Richter bezog am Donnerstagabend in der Stadtverordnetenversammlung noch einmal deutlich Stellung gegen die anonymen Drohbriefschreiber. Das Bensheimer Traditionsgeschäft Studio Roth hatte – wie berichtet – zwei Schreiben erhalten, weil am Firmengrundstück ein AfD-kritisches Banner hängt.

„Der erste Brief war bereits eine Schande, der zweite ist umso erschreckender, steckt er doch voller Hass und Menschenverachtung. Wir dürfen nicht zulassen, dass so etwas wieder einreißt, was an die Zeit von 1933 bis 1945 erinnert“, sagte der Rathauschef. Es würden Ängste geschürt, Psychoterror ausgeübt und Menschen eingeschüchtert – „aus der Feigheit der Anonymität heraus“.

Alle Stadtverordnete stehen auf

Richter forderte „jeden einzelnen, aber auch die städtischen Gremien und die Stadtgesellschaft“ dazu auf, sich klar dagegen zu positionieren. Auf die Bitte des Bürgermeisters erhoben sich daraufhin ausnahmslos alle der am Donnerstag anwesenden Stadtverordneten.

„Stehen Sie auf, wenn Sie gegen jegliche Form von Gewaltandrohung, pauschale Verurteilung von Flüchtlingen und ausländischen Bürgern, rechtsradikale Ansichten, Extremismus, Radikalismus und jegliche Form von Hetze und Verunglimpfung einzelner Mitbürger sind“, listete Rolf Richter auf – und freute sich anschließend, dass die Stadtverordnetenversammlung geschlossen ein starkes Zeichen mit dieser von ihm selbst initiierten Aktion gesetzt habe. dr

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