Bensheim

Konzert Gesang von Florence Duchène und Mylène Javey in der Hospitalkirche

Geistliche Musik zu Mariä Himmelfahrt

Bensheim.Am Mittwoch, 15. August, ist das Ensemble „Le Chant des Siècles“ in der Hospitalkirche zu hören – mit geistlichen Werken gregorianischer Inspiration für Gesang zu Mariä Himmelfahrt. Das Konzert findet um 20 Uhr in der Hospitalkirche statt, direkt im Anschluss an den Gottesdienst. „Le Chant des Siècles“ besteht für diesen Anlass aus der Mezzo-Altistin Florence Duchène und der Kontra-Altistin Mylène Javey. Zu Gehör kommen das „O vis aeternitatis“ von Hildegard von Bingen sowie mehrere Werke von Florence Duchène zum Thema der Jungfrau Maria.

„Le Chant des Siècles“ (deutsch: Der Gesang der Jahrhunderte) ist ein von Florence Duchène im Jahre 2015 gegründetes Ensemble. Es widmet sich der Interpretation Geistlicher Gesänge, vornehmlich aus ihrer eigenen Feder, sowie aus der Zeit der Renaissance und des Barock. Duchènes Werke sind meistens in modalen Tonarten, jedoch im zeitgenössischen Stil geschrieben, was ihnen eine eigene Schönheit verleiht. Es sind ein-, zwei- oder dreistimmige Gesänge, die a cappella oder von einem synthetischen Bordun oder einem Clavi-Organum interpretiert werden. Durch ihre Einfachheit und modalen Harmonien nähert sich diese zeitgenössische Musik der Gregorianik.

Florence Duchène, Mezzo-Alt und Komponistin, studierte Gesang am Konservatorium von Grenoble. 2003 gewann sie einen ersten Preis in der höchsten Kategorie des Gesangswettbewerbs Léopold Bellan in Paris. Begleitend zu ihrer beruflichen Arbeit als Sängerin perfektioniert sie ihre Gesangstechnik bei Alain Charles, Gary Magby und Sarah Sanders und erarbeitet Repertoire und Stil mit dem Cembalisten Jory Vinikour. Zwischen 1997 und 2015 arbeitete sie regelmäßig als Choristin in Konzert und auf CD mit den Musiciens du Louvre unter Marc Minkowski sowie mit den Chören der Opéra de Paris unter anderem unter Claudio Abbado, des Radio France und des Théâtre du Châtelet in Konzert, Theater und Radioaufnahmen.

Für ihr Ensemble Le Concert Arcadien engagiert sie Musiker wie Jory Vinikour, Elisabeth Matiffa, Zdenka Ostadalova oder Bruno Texeira-Martins für zahlreiche Konzerte in ganz Frankreich mit Werken der Renaissance, des Barock sowie Eigenkompositionen.

Als Tonschöpferin schreibt Duchène meist geistliche Musik in neo-gregorianischem oder neo-barockem Stil mit oder ohne Instrumentenbegleitung, darunter auch Auftragsarbeiten, etwa für das Festival „Bach en Drôme des Collines“ in St. Donat. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit arbeitet sie seit 1990 als Stimmpädagogin, seit 2013 auch mit den Choristen von Regionalkantor Gregor Knop und seit 2016 unterrichtet sie Studenten des Instituts für Kirchenmusik des Bistums Mainz.

Studium in Grenoble

Die Kontra-Altistin Mylène Javey studierte am Konservatorium von Grenoble, bevor sie ihre ersten Soloengagements unter Patrick Souillot, Stéphane Cardon, Isabelle Fesquet, Arnaud Pumir und Christophe Mazeau erhielt. Mit ihnen interpretiert sie Werke von der Renaissance über den Barock und die Klassik bis hin zu zeitgenössischer Musik. Sie singt mit Les Musiciens du Louvre-Grenoble unter Mirella Giardelli und Laurent Pelly, des Weiteren auf dem Festival der „Rencontres du Jeune Théâtre Européen“ (Begegnungen des jungen europäischen Theaters) in Grenoble und dem Festival „Les Baroqueries“ in Genf unter Christophe Dorsaz.

Mylène ist ebenfalls Stimmpädagogin in verschiedenen Singschulen bei Grenoble wie dem „Instant musical“ oder „La Portée de Tous“. Ihre Vielseitigkeit beweist sie durch ihre Mitarbeit am Projekt „Voyage au pays de Chihiro“ (Reise ins Land des Chihiro), ein kunstformübergreifendes Schauspiel, basierend auf der Musik der Zeichentrickfilme von Hayao Myasaki. red

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