Bensheim

Umwelt Veranstaltungen in Bensheim geplant / Info-Stand am Samstag am Fachmarktzentrum

„Gemeinsam für ein gutes Klima“ bei der Fairen Woche

Bensheim.Der Klimawandel ist die vielleicht größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Aus diesem Grund steht die Faire Woche 2018 unter dem Thema „Gemeinsam für ein gutes Klima“. Sie wird seit 2003 jedes Jahr in der zweiten Septemberhälfte durchgeführt und ist die größte Aktion zum Fairen Handel in Deutschland.

Auch in Bensheim stehen verschiedene Veranstaltungen und Aktionen an. So wird am Samstag (15.) vor dem Eingang von Edeka Jakobi im Fachmarktzentrum die Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Bensheim gemeinsam mit dem Weltladen und dem Goethe-Gymnasium einen Informationsstand zu Fragen des Fairen Handels aufbauen. Und für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung gibt es am 25. September unter Mitwirkung der Steuerungsgruppe im Rathaus ein faires Frühstück – ausschließlich mit fair gehandelten und regionalen Produkten.

Dass sich die Faire Woche in diesem Jahr das Thema „Gemeinsam für ein gutes Klima“ ausgewählt hat, kommt nicht von ungefähr. Vom Klimawandel ist keine Region dieser Welt ausgenommen, besonders betroffen aber sind die Länder des globalen Südens. In einer Studie des Natural Ressource Institut heißt es, der Klimawandel „wird hauptsächlich negative Auswirkungen auf landwirtschaftliche Produktion, Ernährungssicherheit und wirtschaftliche Entwicklung haben – insbesondere in Entwicklungsländern.“ In besonderem Maß betroffen von den Auswirkungen sind kleinbäuerliche Betriebe, deren Existenz weitgehend von klimatischen Bedingungen abhängt. Um dem Klimawandel langfristig entgegenzuwirken, konzentriert sich Fairtrade darauf, die Menge der Treibhausgasemissionen zu reduzieren und Produzentenorganisationen bei der Anpassung an die Auswirkungen von Klimaveränderungen zu unterstützen. Vor allem geht es dabei um die Beratung und Qualifizierung dieser Organisationen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken und angemessene Abwehrstrategien zu entwickeln.

„Noch ein weiter Weg“

Diese kostenintensiven Maßnahmen könnten letztlich nur dann bewältigt werden, wenn der Absatz von fairen Erzeugnissen weiter wächst und dafür nachhaltig geworben wird, heißt es in einer Pressemitteilung. Für dieses Ziel setzen sich die Fairtrade-Stadt Bensheim in Zusammenarbeit mit einer zunehmenden Zahl von Organisationen, Einrichtungen, Schulen und Läden in der Stadt ein. „Es ist uns gelungen, unsere Basis in Bensheim deutlich zu verbreitern. Auch die Veranstaltungen der Internationalen Woche 2018 haben sicherlich dazu beigetragen, die Belange des Fairen Handels ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Trotzdem ist es noch ein weiter Weg, bis jedem Einzelnen klar ist, welche Auswirkungen sein Konsumverhalten hat, welche Macht er damit aber auch ausüben kann“, so Thomas Götz, Sprecher der Steuerungsgruppe.

„Wenn wir faire Produkte kaufen, zeigen wir damit, dass wir die Menschen und deren Arbeit wertschätzen. Wir erkennen, dass diese Menschen die gleichen Bedürfnisse haben wie wir und es sich nicht um anonyme Arbeiter handelt, auf deren Kosten wir Billigprodukte konsumieren“ ergänzt Birgit Rinke, ebenfalls Mitglied der Steuerungsgruppe. red

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