Bensheim

Segelfluggruppe Trainingscamp in Ohlstadt im bayrischen Voralpengebiet

Genussfliegen statt Rekordjagd

Bensheim.Die Segelfluggruppe Bensheim verbrachte ihr diesjähriges Trainingscamp in Ohlstadt. Dort, in unmittelbarer Nachbarschaft von Murnau am Staffelsee im bayrischen Voralpengebiet, erwarteten die 40 Teilnehmer zwei abwechslungsreiche, abenteuerliche Wochen. Das Zeltdorf war schnell aufgebaut, wobei nicht jedes Zelt absolut wasserdicht war, wie sich später herausstellte. Das versprochene neue Vereinsheim war noch nicht fertig. So durften die Bensheimer ein historisches Bauernhaus als Aufenthaltsbereich nutzen, dessen Dach zumindest regendicht war.

Dafür entschädigte der Blick auf die imposante Gebirgs- und Seenlandschaft. Im Vergleich zum Ohlstädter Hausberg „Heimgarten“ (knapp 1800 Meter) schrumpft der Melibokus zu einem kleinen Hügel, gegenüber Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze (2962 Meter) zu einer unbedeutenden Bodenerhebung, schreiben die Segelflieger.

Die Flugschüler profitierten von dem anspruchsvollem Gelände: Sie konnten beispielsweise dank der gewellten Bahn sowohl Bergab- als auch Bergauf-Landungen gefahrlos üben. Flugschülerin Svenja Thomas war besonders glücklich, durfte sie ihren ersten Start mit dem Segelflugeinsitzer LS4 vor dieser beeindruckenden Bergkulisse durchführen.

Ambitionierte Streckenflüge tief in die Alpen ließen die Wetterbedingungen nicht zu. Die Piloten genossen trotzdem ihre Flüge zum schroffen Wettersteingebirges (inklusive Zugspitze), durch das Ester- und Ammergebirge sowie das grandiose Panorama der türkisblauen Seen in der satt-grünen Landschaft: Genussfliegen statt Rekordjagd. Neben dem Luftsport standen viele gemeinsame Freizeitunternehmungen auf dem Programm der Segelflieger: Bootsausflüge, Wandern, Bergtouren, Wassersport, Museums- und Thermalbadbesuche, für jeden war etwas dabei.

Ein besonderes Highlight war die Führung durch ein benachbartes Römerlager. Es wurde originalgetreu durch eine Schülergruppe erbaut, welche sich im Rahmen eines Projektes zwei Jahre lang intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt hatte. Fachkompetent erklärten sie den Besuchern den Lageraufbau und den Alltag als Legionär. Anfassen und Ausprobieren war ausdrücklich erlaubt. Alles in allem war es ein lehr- und erlebnisreiches Fliegerlager, dass den Beteiligten lange in Erinnerung bleiben wird. red

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