Bensheim

Sankt Georg Senioren besichtigten mit Pfarrer Catta den Wormser Dom

Geschichtsträchtiges Bauwerk

Archivartikel

Bensheim.Er ist der kleinste der drei rheinischen Kaiserdome: der Wormser Dom Sankt Peter, der vor 1000 Jahren geweiht wurde. Die Senioren der katholischen Gemeinde Sankt Georg und Stadtpfarrer Thomas Catta nahmen dieses Jubiläum zum Anlass, wieder einmal in die Nibelungenstadt zu fahren, um dieses besondere Bauwerk der Romanik zu erkunden.

Domprobst Tobias Schäfer ließ es sich nicht nehmen, seine Gäste von der Bergstraße persönlich durch „seinen Dom“ zu führen, den er für den schönsten vor Speyer und Mainz ansieht, da in St. Peter am meisten vom romanischen Baustil erhalten und zu sehen ist.

Der Wormser Dom, auf dem höchsten Punkt der Innenstadt gelegen, ist eng mit dem Namen des Bischofs Burchard verbunden und große Ereignisse standen im Zusammenhang mit dem Dom: Kaiser Heinrich II. war in Worms, die Papstnominierung Leos IX. im Jahre 1048 fand hier statt, das Wormser Konkordat von 1122, mit dem der Investiturstreit beendet wurde und Martin Luther, der im Rahmen des Reichstages von 1521 41 seiner in verschiedenen Werken veröffentlichten Thesen vor Kaiser Karl V. widerrufen sollte und dies mit Verweis auf die Heilige Schrift und sein Gewissen nicht tat und daher gegen ihn die Reichsacht verhängt wurde.

Domprobst Schäfer erzählte mittels eines farbenprächtigen Glasfensters am Eingangsportal die ereignisreiche Geschichte dieses Gotteshauses. Bei besten Lichtverhältnissen wies er vom Westchor aus auf

die seiner Meinung sehr gelungene Einfügung des von Balthasar Neumann geschaffenen barocken Hochaltars mit vergoldetem Holz und mehrfarbigem Marmor hin.

Im Anschluss an die sehr informative Domführung gestaltete Pfarrer Catta eine Andacht in der Nikolauskapelle unter dem Motto des Domjubiläums: Aufgeschlossen. Der Schlüssel als Symbol für den Kirchenpatron St. Peter weise darauf hin, dass es Aufgabe der Kirche sei, die Menschen aufzuschließen für die frohe Botschaft des Evangeliums.

Der Nachmittag klang aus mit einer Einkehr am Rheinufer, und Helmut Turber lud auf der Heimfahrt zur nächsten Veranstaltung am 11. September im Pfarrzentrum ein, wenn es heißt: „O‘zapft is“ beim Senioren-Oktoberfest mit bayerischen Schmankerln. red

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