Bensheim

Grüne Liste Info-Gespräch mit Vorstand Hoffmann

GGEW betreibt 50 Windräder in Deutschland

Archivartikel

Bensheim.Im Rahmen des Sommerprogramms besuchte die Fraktion der Grünen Liste Bensheim (GLB) das kommunale Versorgungsunternehmen GGEW AG. Im Gespräch mit Vorstand Carsten Hoffmann informierten sich die Grünen über den Ausbau der regenerativen Energien, über die Geschäftsentwicklung und die Bereiche LED-Ausbau und E-Mobilität.

„Wir freuen uns, dass im Netzgebiet der GGEW inzwischen 2137 Photovoltaikanlagen in Betrieb sind und damit theoretisch rund 50 Prozent des gesamten Netzgebietes mit regenerativem Eigenstrom bei intelligenter Vernetzung der Anlagen versorgt werden könnte. Dies ist eine gute Entwicklung, die zum Gelingen der Energiewende und zur Einsparung von CO2 beiträgt“, so Fraktionsvorsitzende Doris Sterzelmaier mit. Die Grünen freuen sich, dass mit der neuen städtischen Halle in der Rheinstraße dazu noch eine Anlage mit 99 KW/p hinzukommt.

Hoffmann machte deutlich, dass die Energiewende nur zusammen mit der Wärmewende und der Verkehrswende funktionieren könne. Das ehemalige Gelände der Christoffel-Blindenmission in Schönberg und das alte Edeka-Gelände sind mögliche Wohngebiete, die sich dafür anbieten.

Diskutiert wurde auch über das Thema Windkraft im Vergleich zu PV-Anlagen auf ungenutzten, unwirtschaftlichen Agrarflächen, wie jene, die die GGEW zeitnah in Heppenheim einweihen wird. Etwas kritisch sehen die Grünen den Flächenverbrauch, da solch eine Photovoltaik-Anlage 3,5 Hektar Fläche benötigt und somit ein Vielfaches von einem Windrad.

Jedoch bieten die bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen in dieser eingezwängten Lage ein optimales Potenzial zur langfristigen Nutzung der Sonnenenergie. Die ackerbaulich intensiv beanspruchten Böden erholen sich und entwickeln einen neuen Lebensraum für geschützte Tierarten.

„Wenn wir den Energiebedarf im dicht besiedelten Land regenerativ erzeugen und weg von Atomstrom und Kohle wollen, so gehört zur Sonnenstromgewinnung auch die Windkraft als ein wesentlicher Bestandteil dazu und ist unverzichtbar“, meinte Alexander Berndt, Landtagskandidat für Bündnis 90/Grüne im Wahlkreis Bergstraße II.

Die GGEW AG habe dies schon erkannt und betreibt rund 50 Windräder in verschiedensten Windparks in Deutschland – und der nächste soll aus heutiger Sicht 2020 mit bis zu zehn Windrädern und einer Leistung zwischen 40 und 53 Megawatt hinzukommen.

Die Grünen freuen sich, dass der Ausbau der E-Ladestationen sowie des E-Car-Sharing-Angebots vorangeht. Derzeit betreibt die GGEW 37 Ladepunkte an 20 Stationen. Geplant sind 116 neue Ladepunkte bis 2020 mit je 22 KW.

Die Geschäftsfelder weiten sich. Längst geht es nicht mehr nur um die reine Stromversorgung. So werden Energiespeicher und deren intelligente Integration ins Energienetz ein weiteres großes Thema der Zukunft sein, bei dem sich GGEW engagieren will, betonte Carsten Hoffmann. red

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