Bensheim

Marktplatz Bürgernetzwerk äußert sich zur Stellungnahme des Bürgermeisterkandidaten Kern

„Giftpfeile aus dem Schmollwinkel heraus“

Bensheim.„Als Spielball für taktische Fouls im Bürgermeister-Wahlkampf stehen wir nicht zur Verfügung“, weist Norbert Diehl Angriffe gegen das Bürgernetzwerk zurück. Diehl engagiert sich als „Netzwerker“ der ersten Stunde für eine gute Zukunft der Bensheimer Innenstadt.

„Jeder, der das gleiche Ziel verfolgt oder andere für unsere Stadt wichtige Themen bearbeiten will, ist bei uns willkommen“, ergänzt Markus Bamberg, der ebenfalls von Anfang an dabei ist. Seine Motivation bezieht er daraus, „dass sich hier Menschen mit vielfältigen Kenntnissen und Erfahrungshorizonten zusammenfinden – unabhängig von parteipolitischen Präferenzen“.

„Uns geht es um die Sache und sonst nichts“, bekräftigt Erich Neugebauer. Was ihn zum Bürgernetzwerk gebracht hat, ist die „Offenheit in der Herangehensweise“. Es handele sich eben nicht um eine Initiative, die sich als eine Gegenbewegung formiert, sondern um eine Plattform für unterschiedliche Meinungen und Vorschläge. „Wir stehen für konstruktive Mitwirkung der Bürger an der Entwicklung ihrer Stadt“, zeigt sich sich die Lenkungsrunde des Bürgernetzwerks enttäuscht von der Unterstellung, als agiere es als verlängerter Arm des Rathauses.

„Wir haben mit vielen interessierten Bensheimern um die beste Lösung für die dringend notwendige Belebung des Marktplatzes als Herz der Innenstadt gerungen“, lobt der Architekt Harald Heußer das von September bis Dezember durchgeführte Beteiligungsverfahren.

Am Ende des ergebnisoffen gestarteten Bürgerdialogs stehe als größter gemeinsamer Nenner ein Eckpunktepapier für einen städtebaulichen Realisierungs- und Ideenwettbewerb, dessen Organisation Heußer als fachlicher Vertreter des Bürgernetzwerks mit seiner nachgewiesenen Erfahrung in der Durchführung von städtebaulichen und gestalterischen Wettbewerben begleitet.

Im Preisgericht wird das Bürgernetzwerk vom Bensheimer Architekten Sanjin Maracic vertreten, der mit seinen Vorstellungen von einem ganzheitlichen Nutzungs- und Gestaltungskonzept für die Innenstadt die Diskussion auf eine neue Ebene gehoben habe. „Einen anerkannten Fachmann wie ihn als Handlanger – von wem auch immer – zu disqualifizieren, ist unanständig“, setzen Maracics Mitstreiter einen dicken Keil auf einen groben Klotz.

„Wer Bürgermeister wird oder bleibt, entscheiden die Bensheimer im November mit ihrer Stimmabgabe.“ Dann stünden Personen, Programme, Überzeugungskraft und Durchsetzungsstärke zur Wahl. Bei der Debatte über die Zukunft der Innenstadt gehe es ausschließlich um inhaltliche Fragen.

Das Ausweichen auf Nebenkriegsschauplätze sei da fehl am Platz – und die Verweigerung einer Mitwirkung im Preisgericht nur destruktiv. „Wer kritisiert, sollte nicht die Gelegenheit ausschlagen, sich ein unmittelbares Bild vom Verfahren zu machen“, zeigt das Bürgernetzwerk kein Verständnis dafür, „dass sich gewählte Mandatsträger ihrer Verantwortung entziehen und lieber aus dem Schmollwinkel Giftpfeile abschießen“. red

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