Bensheim

Auerbach Sigrid und Gerhard Reichelt sind seit 60 Jahren verheiratet

Glückwünsche zur diamantenen Hochzeit

Auerbach.Vor 60 Jahren gaben sich Gerhard Reichelt und seine Frau Sigrid, geborene Ecke, das Jawort. Am Mittwoch feierten sie diamantene Hochzeit.

Die Jubilarin wurde 1937 in Reichenbach im Kreis Waldenburg in Oberschlesien geboren. 1945 verlor sie bei einem Fliegerangriff ihren Vater. Ein Jahr später wurde die Familie nach Waltrop in Nordrhein-Westfalen vertrieben. Der Freund des verstorbenen Vaters, dessen Frau ebenfalls verstorben war, löste ein Versprechen ein und suchte nach dem Krieg ihre Mutter.

Nach der Eheschließung der beiden Verwitweten kam Sigrid Reichelt ins Hofgut Hohenstein in Reichenbach und lernte ihren späteren Mann Gerhard, den Sohn des Stiefvaters, kennen. 1952 ging sie als Schülerin auf das Goethe-Gymnasium. Am Elisabethenstift in Darmstadt studierte sie Theologie und gab anschließend anfangs am Goethe-Gymnasium und später an der Seebergschule Religionsunterricht. In der Michaelsgemeinde unterrichtete Sigrid Reichelt oft die Konfirmanden und engagierte sich in der Chrischonagemeinde in Auerbach. 25 Jahre leitete sie einen Frauengesprächskreis in Reichenbach.

Gerhard Reichelt, 1930 in Oberwüstegiersdorf geboren, ist auf einem Bauernhof groß geworden. Nach seiner schulischen Ausbildung arbeitete er bis zur Vertreibung in der Landwirtschaft. Bevor er 1947 mit dem Vater ins Hofgut Hohenstein kam, arbeitete er in der Grafschaft Bentheim. Von 1947 bis 1950 machte er in Elmshausen eine Tischlerlehre. Von 1969 bis 1971 besuchte Gerhard Reichelt die Fachschule für Holz und Elfenbein in Michelstadt und legte seine Meisterprüfung ab. 1972 wechselte er in die Tischlerwerkstatt im Elisabethenstift. Dort bildete er auch Lehrlinge aus. Lange Jahre war der Jubilar in der dortigen Mitarbeitervertretung und ging 1993 in den Ruhestand.

Nun engagierte er sich ehrenamtlich in der EC-Freizeit in Allertshofen und in der Chrischonagemeinde, wo er lange Jahre auch Kassierer war. Seine Hobbys sind das Malen und Lesen.

1952 kam das Jubelpaar, aus deren Ehe eine Tochter und zwei Söhne hervorgingen, nach Auerbach. Das Ehepaar freut sich heute über sieben Enkelkinder. Offizielle Glückwünsche von Stadt und Kreis überbrachte Stadtrat Adil Oyan. df

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