Bensheim

Jahrgang 1938 Erlebnisreiche Fahrt in den Oberpfälzer Wald und das Fichtelgebirge

Goldstollen und Grüner Hügel

Archivartikel

Bensheim.Die fünftägige Reise des Jahrgangs 1938 führte in den Oberpfälzer Wald und das Fichtelgebirge. Steinreich und bildschön – so präsentiert sich der geruhsame Naturpark Steinwald seinen Urlaubern. Es braucht so manchen Kilometer auf Schusters Rappen, um das urwüchsige Paradies zwischen Fichtelgebirge und Oberpfälzer Wald zu erkunden.

Der Tag nach der Anreise stand zur freien Verfügung und Erholung. Viele Jahrgängler besuchten die 3500 Einwohner zählende Stadt Erbendorf, ein staatlich anerkannter Erholungsort im Naturpark.

Für die beiden nächsten Tage stand Reiseleiter Bernd Henn bereit, der dem Jahrgang durch sein umfangreiches Wissen den Oberpfälzer Wald und das Fichtelgebirge näherbrachte. Der Oberpfälzer Wald ist eines der größten zusammenhängende Waldgebiete Deutschlands und grenzt an Tschechien. Er hat typischen Mittelgebirgscharakter, durchzogen von lieblichen Tälern.

Ein besonderer Ort ist das GEO-Zentrum an der Kontinentalen Tiefbohrung (KTB) in Windischeschenbach. Geowissenschaftler bohrten hier 9101 Meter tief in die Erdkruste – das tiefste Loch der Welt in hartem kristallinem Gestein.

Danach stand die Besichtigung des Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseums in Oberviechtach an. Dort erlebt man den berühmten Sohn der Stadt als geschickten Operateur sowie als Arzneimittelhersteller. Goldfunde aus den Gewässern um Oberviechtach, historische Werkzeuge und moderne Videoclips lassen die „goldenen Zeiten“ wieder aufleben. Im nachgebauten Goldstollen kann man die Arbeitsbedingungen der Bergleute in früherer Zeit nachempfinden.

Letztes Ziel war die ehemalige Residenzstadt Amberg an der Vils. Sehenswert sind unter anderem das Tor, „die Stadtbrille“, das kurfürstliche Schloss, die Basilika Sankt Martin und die fast lückenlos erhaltene Stadtmauer mit Graben und Toren.

Am darauffolgenden Tag brach der Jahrgang zu einer Rundfahrt im Fichtelgebirge auf. Über Marktredwitz, Wunsiedel und den Fichtelstausee erreichte die Gruppe die Talstation Nord der Seilbahnen am Ochsenkopf (1028 Meter) bei Bischofsgrün, dem Zentrum des Winter – aber auch des Sommersports. Dort ist Wandern, Biken und Klettern angesagt.

Für Freizeitspaß sorgen viele Attraktionen wie Kletterwald, Sommerrodelbahn und Deutschlands erster Ziplinepark, um nur einige zu nennen. Nach einem kurzen Besuch in der Eremitage, einer historischen Parkanlage vor den Toren Bayreuths, wurde das Festspielhaus auf dem Grünen Hügel angesteuert, das zu den größten Opernbühnen der Welt gehört.

Ein letzter Höhepunkt des Tages war der Besuch des weltweit einmaligen Wurzelmuseums in Tremmersdorf. Dort kann man über 800 Wurzeltiere – kein Tier ist geschnitzt – dargestellt aus uralten Wurzelkernen bestaunen. Ein Naturwunder einmalig in seiner Art.

Planung und Durchführung der erlebnisreichen und harmonischen Reise lag in den Händen von Jahrgangssprecher Diether Beck, unterstützt von Inge Gerhard und Wolfgang Fröscher. Dafür gab es Dank und viel Lob von den Teilnehmern. Ein herzliches Dankeschön ging an Ria Mohr für die Wein- und Proseccospende sowie an Willi Kindinger für die Bereitstellung des Frühstücks. red

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