Bensheim

Verschwisterung Besuch in Pfaffenheim mit kulinarischen Höhepunkten

Gronauer mit Gugelhupf und Wein bewirtet

Archivartikel

Gronau.Pfaffenheim an der Elsässer Weinstraße ist nur etwa 250 Kilometer von Bensheim entfernt. Dem Freundeskreis Gronau-Pfaffenheim bietet das die Möglichkeit, die französische Partnergemeinde im Rahmen eines Tagesausfluges zu besuchen. Dazu hatte der Freundeskreis eingeladen und war mit insgesamt 52 Teilnehmern nach Pfaffenheim gefahren.

Vorsitzender Peter Jenal, der die Reise leitete, konnte dazu Mitglieder des Freundeskreises sowie Interessierte außerhalb des Vereins willkommen heißen. Seit 1994 ist Gronau mit dem 14 Kilometer südlich von Colmar gelegenen Pfaffenheim verschwistert und kann im kommenden Jahr auf 25 Jahre freundschaftliche Beziehungen blicken.

Großes Empfangskomitee

Dass in dieser Zeit eine große Herzlichkeit zwischen den Gronauern und Elsässern entstanden ist, zeigte sich gleich bei der Ankunft der Reisegruppe, der ein überwältigender Empfang bereitet wurde. Statt der erwarteten kleinen Gruppe von drei bis fünf Personen, hatte sich ein 20-köpfiges Empfangskomitee aus Mitgliedern des Vereins „Les Amis de Gronau“ zusammengefunden. Begrüßt von Bürgermeister Aimé Lichtenberger und dem Vereinsvorsitzenden Antoine Moltes, konnten die Gronauer an einer langen Tafel Platz nehmen, die mangels Platz im Empfangsraum vor dem Rathaus aufgebaut war. Dafür war schnell ein Straßenstück gesperrt worden.

Winzerhäuser und Brunnen

Während die Gäste mit Gugelhupf, Crémant, Wein und Wasser bewirtet wurden, nutzte Bürgermeister Lichtenberger die Gelegenheit, Stadtrat Andreas Born und den stellvertretenden Gronauer Ortsvorsteher Frank Dingeldey willkommen zu heißen. Er ließ es sich nicht nehmen, im Anschluss die Gruppe zusammen mit dem zweiten Vereinsvorsitzenden durch den 1428 Einwohner zählenden Ort zu führen.

An mit Blumen geschmückten alten Winzerhäusern und Brunnen vorbei führte der Rundgang zur 1235 errichtete Kirche Sankt Martin. Aus dieser Zeit ist nur noch der Chor im romanisch-gotischen Stil erhalten. Nicht weniger eindrucksvoll ist der diesem Stil angepasste Erweiterungsbau mit seiner reichhaltigen Innengestaltung.

Bei einem Aufenthalt in Pfaffenheim darf der Besuch des hoch über der Gemeinde gelegenen Wallfahrtsorts Schauenberg nicht fehlen. Mit der 1440 erbauten Wallfahrtskapelle Notre-Dame-du-Schauenberg hat sich hier eine Marien-Wallfahrtsstätte entwickelt, die Empfangszentrum für Pilger und Touristenmagnet ist. Aus gutem Grund, denn von hier aus ergibt sich einer der schönsten Ausblicke auf die elsässische Ebene, den Schwarzwald und die Schweizer Alpen.

Hier wurden die Gronauer wieder kulinarisch verwöhnt. Neben einer kleinen Weinprobe war in Zusammenarbeit mit den Nonnen im Kloster ein typisch elsässisches Drei-Gänge-Menü vorbereitet worden, zu dem ebenfalls verschiedene Weine ausgeschenkt wurden. Von Bernard Jaeggy erhielten die Gäste kurzweilig und humorvoll vorgetragene Informationen über das Kloster und die Kapelle.

Mit Weinpräsenten dankten die Gronauer für den herzlichen Empfang und die hervorragende Betreuung, bevor nach einem erfüllten Tag die Rückreise anstand. Unterbrochen wurde die Heimreise durch einen kurzen Besuch in Eguisheim, eine nahe Colmar gelegene und von Weinbergen umgebene mittelalterliche Ortschaft. js

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