Bensheim

Liebfrauenschule Zweitägiges Präsentationstraining für die neunten Klassen

Gutes Auftreten, ideenreiche Gestaltung

Archivartikel

Bensheim.Kochlöffel oder Klobürste? Anhand dieser und anderer Gegenstände sollte als Einstieg ins diesjährige Präsentationstraining der neunten Klassen klargemacht werden, wie vielen „Nutzungen“ ein einziger Gegenstand dienen kann. So kann man einen Kochlöffel auch als Schlaginstrument, Aufhängevorrichtung, Puppengesicht oder Schaufel verwenden.

Viele Fragen muss man sich stellen, wenn man eine Präsentation zu einem bestimmten Thema halten soll: Worum geht es genau? Welche Fragen hat mein Publikum? Wie will ich anfangen? Wie will ich es aufbauen? Wo stelle ich mich hin? Welche Medien brauche ich?

Um beim Start, der Vorbereitung und Durchführung einer Präsentation gezielt zu unterstützen, bietet die Liebfrauenschule für alle Schülerinnen der neunten Klassen ein zweitägiges Präsentationstraining an. Ein zehnköpfiges Lehrerteam hat dazu ein Konzept mit mehreren Modulen erarbeitet. Diesen Parcours muss jede Schülerin durchlaufen, um eine Bescheinigung über den Lehrgang zu erhalten.

Am Anfang steht die Eingrenzung eines komplexen Themas auf einen Aspekt, den man in der Präsentation herausgreifen will. Zu den Überlegungen im Vorfeld einer Präsentation gehört auch, dass man den Adressat ins Visier fasst, denn er darf weder über- noch unterfordert werden. Auch die Rahmenbedingungen wie die zur Verfügung stehenden Medien und die räumlichen Verhältnisse müssen einbezogen werden.

Das zweite Modul will Hilfestellung bieten, wie man das Material beschaffen, auswählen, sortieren und in eine Gliederung bringen kann. Zu den anspruchsvolleren Anforderungen gehört auch, wie man zu einem guten Ein- und Ausstieg der Präsentation gelangt. Die nächste Einheit stellt die technische Umsetzung in den Mittelpunkt. Viele Fehlerquellen kann man hier mit kritisch-scharfem Blick erkennen und vermeiden. Es gilt, die Regeln von Powerpoint zu beachten wie auch alternative Methoden zu entwickeln, die mitunter viel eindrucksvoller sein können. Beispielsweise könnte man ein Modell oder einen Versuch einbringen.

Dann geht’s an die eigentliche Präsentation, in der die Raumchoreographie und sicheres Auftreten eingeübt werden. Überhaupt stand in den vielen Übungen die Praxis im Vordergrund – von der Vorstellung der möglichen Funktionen eines Alltagsgegenstandes über eine Karaoke zu einer fremden Powerpoint-Folie.

Die zwei Tage waren angefüllt mit Input, interessanten Details und unterhaltsamen „Showeinlagen“. Zu guter Letzt erkannte jede Teilnehmerin: Zur guten Präsentation können also durchaus schauspielerisches Talent, eine ideenreiche Gestaltung und pointierte Sprache viel beitragen. Seriosität und Originalität schließen einander nicht aus.

Für die neunte Klasse des Realschulzweiges ist dies eine wichtige Vorbereitung auf den Realschulabschluss, der eine Präsentation in einem Fach beinhaltet. Der zweite Teil besteht denn auch in der praktischen Umsetzung in einer Präsentation im Laufe des nächsten Jahres.

Das Präsentationstraining ist ein Baustein im Konzept „Methodentraining“ der LFS. Es beginnt in der fünften Klasse mit einem Elternabend zum Thema „Lernen lernen“ (Mittwoch, 30. Oktober, 19 bis 21 Uhr im Forum, „Wie können wir unser Kind beim Lernen begleiten?“).

Die Klobürste hofft übrigens noch auf eine Karriere als Karaoke-Mikro oder Hockeyschläger. red

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