Bensheim

Impulse-Stiftung Seit 20 Jahren in der Region tätig / Im vergangenen Jahr viel Gutes getan

Hilfe für Arme und Kranke

Archivartikel

Bensheim.20 schwerstkranken Menschen, die in eine finanzielle Notlage geraten waren, hat die Impulse-Stiftung im vergangenen Jahr geholfen. Dies erklärte Jürgen L. Fink bei der jüngsten Vorstands- und Beiratssitzung im Margot-Zindrowski Haus in Bensheim. Insgesamt konnten 6800 Euro zur Verfügung gestellt werden.

Das war nur möglich, weil Spender und Zustifter mit ihrem finanziellen Beitrag der Stiftung das Helfen ermöglichten.

Doris Kellermann hatte die Impulse-Stiftung um Unterstützung für eine eritreische Mutter gebeten, deren Tochter auf der Intensivstation der Mannheimer Uniklinik mit Lungenentzündung und Wasser im Herzen lag. Allzu gern wollte die Mutter natürlich dort ihre Tochter besuchen, doch es fehlte das Geld für die Fahrkarte in Höhe von 20 Euro für eine Hin- und Rückfahrt. Die Impulse-Stiftung half unbürokratisch und schnell mit 200 Euro für eine Monatskarte.

Nach Jahren der Behandlung an Leberkrebs war ein Mädchen im Alter von zehn Jahren gestorben. Diese Krankheit ist bei Kindern so selten, dass sie nur wenige Male in der Welt vorkommt. Das Mädchen hatte einen starken Lebenswillen und viele Operationen sowie Chemotherapien auf sich genommen. Nun war ihre Kraft erschöpft.

Die alleinerziehende Mutter, die als Erzieherin ohnehin nicht viel verdiente, nahm oftmals unbezahlten Urlaub, um ihrem Kind beizustehen. Nun musste sie die Beerdigungskosten bewältigen. Die Impulse-Stiftung half, was der Mutter in ihrer Trauer auch eine große seelische Entlastung bedeutete.

Die Behandlung des Brustkrebses war schon so weit fortgeschritten, dass sich eine Patientin in einem palliativen Zustand befand. Das heißt, dass die Ärzte keinen medizinischen Rat mehr wussten und sie aufgegeben hatten. Aufgrund ihrer sehr eingeschränkten Lebenserwartung machte sich die Mutter große Sorgen um ihren zwölfjährigen Sohn. „Was ist, wenn ich nicht mehr da bin?“

Der Vater, der aus Ägypten stammt, leidet an einer Suchtkrankheit und an depressiven Störungen. Die Familie in Ägypten hat einen sehr guten Kontakt zu dem Jungen., deshalb wollte die Mutter mit ihm nach Ägypten fliegen. Das Flugticket kostete 700 Euro. Doch so viel Geld hatte die Mutter nicht. Deshalb wurde die Impulse-Stiftung gebeten zu helfen. Und sie half, indem sie die Hälfte der Kosten übernahm. Nun weiß die Mutter ihren Sohn gut aufgehoben, wenn sie in Bälde sterben wird.

Inzwischen ist die Impulse-Stiftung auch im Kreis Bergstraße nicht mehr fremd. Sie hat eine Bürogemeinschaft mit der Hospiz-Stiftung Bergstraße. Auch personell ist sie hier eng verbunden. Vorstandsmitglied Fink ist auch im Beirat der Hospiz-Stiftung. Vorstandsvorsitzender Pfarrer i.R. Rüdiger Bieber gehört seit zehn Jahren auch dem Vorstand der Hospiz-Stiftung an. Beiratsvorsitzende Swantje Goebel, verantwortet gemeinsam mit Doris Kellermann die Leitung der Hospiz-Akademie.

Um Spenden wird gebeten

Bieber wünscht sich, dass die Impulse-Stiftung noch viele Jahre schwerstkranken Menschen in finanzieller Not helfen kann. Das geschieht nun schon seit über 20 Jahren. „Es ist schon schwer genug, schwerkrank zu sein. Hinzu auch noch finanzielle Sorgen zu haben, ist schier unmenschlich. Deshalb wird weiterhin um Spenden und Zustiftungen gebeten.“

Die Hospiz-Stiftung Bergstraße hat inzwischen fünf Häuser geschenkt bekommen – fast alle testamentarisch. „Es wäre sehr begrüßenswert, wenn auch die Impulse-Stiftung ein solches Geschenk erhalten würde.“

Kontakt: Impulse-Stiftung, Margot-Zindrowski-Haus, Sandstraße 11, in Bensheim, E-Mail: post@impulse-stiftung.de. Spendenkonto bei der Sparkasse Bensheim, IBAN: DE 38 5095 0068 0002 125 698. red

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