Bensheim

Inti Runa Neuer Kalender des Bensheimer Hilfsvereins ist ab sofort erhältlich

„Hoffnungsschimmer“ für Bolivien

Bensheim.„Hoffnungsschimmer“ lautet der Titel des neuen Bolivien-Kalenders des Bensheimer Hilfsvereins Inti Runa. Zwölf individuell gestaltete Seiten rücken die Fotos mit authentischen Motiven aus Bolivien von Fotograf Ludwig März in den Mittelpunkt.

Mit der Kalenderaktion unterstützt Inti Runa vor allem Kinder und Jugendliche in einem der ärmsten Länder der Welt. Insgesamt sind in den vergangenen 27 Jahren über 700 000 Euro von Bensheim aus in die Hilfsprojekte nach Bolivien geflossen, mit denen die Arbeit in Straßenkinderheimen und Projekte für Straßenkinder finanziert werden.

Die Hilfe aus Bensheim hat Ludwig März initiiert, der bei mehreren Reisen durch Südamerika in den 1980er Jahren die große Not der Menschen dort sah und entschied, ihnen zu helfen. Um die Hilfe langfristig auf ein sicheres Fundament zu stellen, gründete er 1993 den Verein „Inti Runa, Hilfe für Bedürftige in Bolivien“.

„Die Ärmsten trifft es am härtesten“, selten hatte dieser Spruch mehr Wahrheitsgehalt als in den vergangenen Monaten in Bolivien. Nicht nur die fortwährenden politischen Unruhen erschüttern das Land, auch die Corona-Pandemie wütet mit ungeheurer Wucht. Boliviens Gesundheitssystem weist laut der Menschenrechtskommission CIDH gravierende Mängel auf. Die Pandemie deckt diese Mängel gnadenlos auf: Menschen sterben sogar vor den Türen von Krankenhäusern. So heißt es in dem einleitenden Text auf Seite 2 des Kalenders.

Natürlich sind auch die von Inti Runa unterstützten Einrichtungen von diesen besonders schwierigen Zeiten betroffen, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins. Dort habe man aber früh und besonnen reagiert und bietet den Kindern einen Schutzraum, der jetzt dringender benötigt werde als je zuvor. Die medizinische Betreuung ist katastrophal, lauten unisono die Rückmeldungen aus Bolivien, sei es von Brigitte Pleyer, Leiterin des Straßenkinderprojekts „Oqharikuna“ in Sucre, oder Stefan Gurtner, Gründer des Kinder- und Lehrlingsheims Tres Soles in La Paz. „Umso mehr sind wir jetzt gefordert“, sind die Verantwortlichen vor Ort mit noch mehr Engagement bei der Sache.

Beispiel Tres Soles: Hygienische Maßnahmen wurden verdoppelt, die Kinder werden aufgrund der geschlossenen Schulen nun den ganzen Tag beschäftigt. Die Gruppen in den Einrichtungen wurden verkleinert, die Betreuung dadurch noch intensiver und engmaschiger. Auch für die Helfer um Pfarrer Neuenhofer stellt die aktuelle Situation eine zusätzliche Herausforderung dar. „Die Verantwortlichen stellen sich aber auch diesen Herausforderungen und sind die Hoffnungsschimmer in dieser selbst für Bolivien besonders dramatischen Zeit“, betont der Verein.

Inti Runa will diese lebensrettende Arbeit vor Ort unterstützen. Ab sofort gibt es den brandneuen Kalender für das Jahr 2021. Gegen eine Spende von 25 Euro kann jeder den farbenfrohen Bolivien-Kalender bekommen. Inti-Runa-Vorsitzender Ludwig März, im Hauptberuf Fotograf, reist regelmäßig nach Bolivien. Die besten Motive wählt er für den Kalender aus. Da auch die Reisekosten privat getragen werden, fließt jeder Euro zu den Hilfsprojekten in Bolivien. ms

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