Bensheim

Bienenzuchtverein Bensheim Mit 3000-Euro-Spende wird neuer Lehrbienenstand am Kirchberg ausgestattet

Honigernte fällt 2019 mager aus

Archivartikel

Bensheim.In Bensheim hat sich in den vergangenen Jahren eine lebhafte Imker-Szene entwickelt. Dem hiesigen Bienenzüchter-Verein schließen sich fortlaufend neue Mitglieder an, die mit ihren Bienenvölkern ganz praktisch zum Naturschutz beitragen wollen.

Eine erfreuliche Neuigkeit, zumal der Verein an vielen Stellen aktiv ist: Seine Mitglieder bringen Schulklassen die Bedeutung der Bienen auf einem Lehrpfad inmitten eines wild blühenden Grundstücks am Kirchberg näher. In diesem Jahr hat ein Mitglied zudem einen eigenen Bienenlehrpfad an der Stadtgrenze im nördlichen Zwingenberg eröffnet und begrüßt dort lebhafte und wissbegierige Gäste.

Beim Naturschutz sorgen die Imker gemeinsam mit der Stadt Bensheim und dem Gewässerverband Bergstraße in der Region für beispielhafte Blühwiesen. Inzwischen blühen große Flächen und Streifen, auch wenn die sommerliche Hitze und der Regenmangel die Blühfreude etwas trübt.

Viele neue Mitglieder

Die Imkerei und Bienenhaltung ist komplex und will gut gelernt sein. Der Bensheimer Imkerverein schult intensiv neue Hobby-Imker auf dem Vereinsgelände und auf den Bienenständen der sogenannten Imkerpaten. Das Vereinsgelände soll als Lehrbienenstand mit Vereinsvölkern und mit moderner Ausstattung aufgewertet werden.

So viel Engagement für aktiven Naturschutz ist auch mit Ausgaben verbunden. Daher unterstützt die Firma ADM Cares den Bienenzüchterverein Bensheim mit 3000 Euro. Die Spende wird in die Ausstattung eines neuen Lehrbienenstands fließen, um wichtige Aspekte rund um die Imkerei noch besser vermitteln zu können.

„Mit dieser Spende können wir die Neu-Imker bestens schulen und den Lehrbienenstand modern ausrüsten“, freuten sich Peter Dengler, 1. Vorsitzender des Bienenzüchtervereins 1861 Bensheim und Umgebung und Martin Zahn, 2. Vorsitzender, bei der Spendenübergabe auf dem Bienenlehrpfad am Kirchberg.

Die Spende erfolgt durch ADM Cares, dem sozialen Investitionsprogramm des Unternehmens Archer Daniels Midland Company (ADM), das Initiativen und Organisationen unterstützt, die weltweit bedeutende soziale, ökonomische und ökologische Fortschritte vorantreiben.

Frühjahr war zu kalt

Das Unternehmen zählt zu den weltweit größten Erzeugern von Agrarprodukten und Lebensmittelzutaten. Am Standort Eppelheim sind 900 Mitarbeiter beschäftigt.

Abschließend berichteten die Imker, dass 2019 kein ertragreiches Bienenjahr war. Die Honigernte war schwierig und atypisch.Im Frühjahr war es zu kalt, während der Raps- und Akazienblüte regnete es und die Bienen flogen nicht aus. Sie verbrauchten eingetragenen Nektar als Futter selbst. Viele Imker schleuderten den Frühtracht-Honig nicht.

Besser war der Sommerhonigertrag. In Summe ein eher unterdurchschnittliches Jahr. Möglicherweise müssen die Honigpreise angepasst werden. Zur Zeit werden die Bienen schon für den Herbst und Winter gefüttert und gegen die Varroamilbe behandelt, die in den 70er-Jahren aus Asien eingeschleppt wurde und Bienenvölker bereits in der Brut schädigt. red

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