Bensheim

Gewalt gegen Frauen Am 22. November Film und Vortrag

Im Kampf für Umweltschutz

Bensheim.Seit 2002 gibt die britische Menschenrechtsorganisation Global Witness alljährlich einen Bericht über Morde an meist indigenen Umweltschützerinnen und Umweltschützern heraus. „Ein Bericht, der es allerdings kaum in die internationalen Medien schafft“, schreibt die Menschenrechts-Initiative Bergstraße in einer Pressemitteilung.

Vor diesem Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass im vergangenen Jahr allein in Lateinamerika nach offiziellen Angaben 120 Menschen, davon etwa die Hälfte in Brasilien, ermordet wurden, weil sie sich gegen Landraub und Waldvernichtung und für den Erhalt ihrer Lebensgrundlagen eingesetzt haben, hat die Menschenrechts-Initiative in Kooperation mit dem Frauenbüro der Stadt Bensheim im Kontext zum „Tag gegen Gewalt an Frauen“ (25. November) eine Film- und Vortragsveranstaltung mit dem Titel „Massiv bedroht: Indigene Frauen im Kampf für Umweltschutz und Lebensgrundlagen“ organisiert.

Vertreibung von Kleinbauern

Am Donnerstag, 22. November, berichtet MIB-Sprecher Rainer Scheffler ab 19 Uhr in den Räumen des Frauenbüros (Hauptstraße 53) am Beispiel der Kaiowa-Guarani-Indianer im brasilianischen Mato Grosso do Sul über die Vertreibung von indigenen Kleinbauern unter anderem durch den weltweit größten Soja-Produzenten Blairo Maggi, der seit Sommer 2016 brasilianischer Agrarminister ist.

In die EU werden jedes Jahr 35 Millionen Tonnen Soja importiert und überwiegend zu Viehfutter verarbeitet. Dafür wurden im Bundesland Mato Grosso 40 Prozent der Wälder abgeholzt. Die Veranstaltung will deutlich machen, dass sich seit einigen Jahren trotz massiver Bedrohung durch bewaffnete Paramilitärs, Polizei und Armee unter Kleinbauern, Landlosen und indigenen Stämmen Widerstand regt.

Weitere Infos zur Veranstaltung beim Frauenbüro der Stadt Bensheim, Telefon 06251/856003. red

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