Bensheim

BdV-Ortsverband Bebilderter Reisebericht von Kristian Hahn / 2000 Kilometer zwischen Wolga und Ural zurückgelegt

Im Land des russischen Bären unterwegs

Bensheim.Russland ist das flächenmäßig größte Land der Erde und dehnt sich mit über 17 Millionen Quadratkilometern von Europa bis Asien, vom Pazifik bis zum Atlantik aus. Die meisten Westeuropäer haben eine unterschiedliche Sichtweise auf dieses Land, in dem Europa und Asien zusammentreffen.

Denn abseits des politischen Blickwinkels gibt es auch eine emotionale Beziehung. Geprägt von Filmen wie „Dr. Schiwago“ oder Büchern wie „Krieg und Frieden“ sind die Deutschen fasziniert von der gerne zitierten melancholischen, widersprüchlichen russischen Seele.

Fernab von Klischees wird der Mediziner Kristian Hahn mit seinem bebilderten Reisebericht am Donnerstag, 23. Januar, im Wappensaal des Dalberger Hofes den Blick auf ein weniger bekanntes Russland vermitteln. Dazu lädt der BdV Bensheim im Rahmen der deutsch-europäischen Verständigung ein.

Mit seiner Frau und dem befreundeten russischen Arztkollegen Wassilij Khudiakov aus Tilsit/Sovetsk war Hahn im vergangenen Juni in den Tiefen des Landes unterwegs und sammelte fernab von den touristischen Hotspots Moskau und Sankt Petersburg, zwischen Wolga und Ural Eindrücke aus einer Region, die aus westeuropäischer Sicht ein eher unbeschriebenes Blatt ist.

Kristian Hahn ist als Facharzt für Innere Medizin und Geriatrie seit 2017 im Ruhestand und lebt mit seiner Ehefrau in Auerbach. Geboren wurde er 1942 in Ostpreußen, heute Russland und Litauen, was sein Engagement im Bensheimer Ortsverband des BdV erklärt.

Mit seiner Reise wandelte Hahn auf familiären Spuren, denn „das Abenteuer begann in Jekaterinburg am Ural an der Grenze zu Asien, ungefähr dort, wo mein Großvater 1909 einen Bären schoss“, berichtet er. Nicht von ungefähr steht der Vortrag unter dem Motto „Der russische Bär wacht auf“.

Vor allem wollten die Reisenden aber erfahren, wie die Menschen in Russland heute leben. Die Entdeckungsreise führte sie über 2000 Kilometer per Taxi, Schiff und Flugzeug durch das Land. Von Moskau ging es durch die Taiga nach Perm und auf dem Fluss Kama nach Kasan, der Hauptstadt der autonomen Republik Tatarstan. Letztes Ziel der Reise war Wolgograd, in Deutschland besser bekannt als Stalingrad.

Die Reise war geprägt von interessanten Begegnungen und überraschenden Erlebnissen. Die Zuschauer können beeindruckende Bilder und interessante Informationen über Land und Leute erwarten.

Der Reisebericht von Kristian Hahn ist der erste von zwei interessanten Vortragsabenden, zu denen der BdV-Ortsverband Bensheim einlädt. Der Vortrag mit Bildern und Berichten von der Russland-Reise beginnt am Donnerstag, 23. Januar, um 18.30 Uhr im Wappensaal des Dalberger Hofes.

„Europäische Tafelrunde“

Am Freitag, 14. Februar, wird im Allee-Hotel in Bensheim bei der „Europäischen Tafelrunde“ des BdV Bensheim russische Medizin auf russische Romantik treffen. Gastredner des Abends ist dann der russische Arztkollege von der Russlandreise. Dr. Wassilij Khudiakov, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in den städtischen Kliniken Tilsit/Sovetsk, wird über seine langjährigen Erfahrungen an der Frauenklinik in Tilsit berichten und einen Einblick in die medizinische Versorgung und Entwicklung in der Region Königsberg geben.

Musikalisch umrahmt wird der Abend von der in Weinheim lebenden russischen Pianistin Oxana Schmiedel, die schon vor wenigen Jahren bei einem Klavierabend im Lorscher Nibelungensaal ihr Publikum begeistert hatte.

Wie schon bei der vormals von Brigitte Sattler veranstalteten „Preußischen Tafelrunde“ ist der europäische Nachfolger mit einem Essen (Menüpreis 29,80 Euro) verbunden.

Aus organisatorischen Gründen ist eine vorherige Anmeldung bei Brigitte Sattler (Telefon 06251/39303) oder Gabriele Kutzner (Telefon 06251/79603) erforderlich. js

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