Bensheim

Nabu Meerbachtal Bildervortrag über das tibetische Hochland am Freitag im Zeller Dorfgemeinschaftshaus

Im Reich des Schneeleoparden

Archivartikel

Gronau/Zell.Unter dem Titel „Im Reich des Schneeleoparden“ präsentiert die Nabu-Ortsgruppe Meerbachtal am kommenden Freitag (22.) einen Bildervortrag um 19 Uhr im Zeller Dorfgemeinschaftshaus.

Den Auftakt zum traditionellen Herbstvortrag macht Arik Siegel. Er zeigt Insekten des Meerbachtals, ein Thema, das momentan hohe Aufmerksamkeit erregt. Der Schwerpunkt des Vortragenden liegt nicht bei seinen geliebten Schmetterlingen, sondern ausdrücklich bei Insekten, die viele der Besucher nur vom Hörensagen kennen. Auf den Pflegeflächen der Ortsgruppe und am Bachlauf gibt es noch reichhaltige Lebensräume seltener Spezies.

Den Hauptvortrag hält Jürgen Schneider, der Bilder von mehreren Reisen nach China zeigt. Von den Feuchtgebieten der Flussmündungen an der Ostküste geht es über die Waldzonen in das tibetische Hochland.

In China nimmt die Autonome Republik Tibet, die sich vom Himalaya weit nach Norden erstreckt, einen beträchtlichen Teil der Landesfläche ein. Von Hochebenen und Gebirgen dominiert, ist die Region mehr als dreimal so groß wie Deutschland. Die mächtigsten Flüsse Asiens entspringen ausnahmslos dort. Man bewegt sich ständig auf einer Höhe von dreitausend bis fünftausend Metern. Die Einheimischen leben von der Viehzucht, Yaks und Schafe streunen frei herum. Landwirtschaftlicher Anbau ist kaum möglich, es gibt höchstens einen Küchengarten am Haus. Die Verständigung ist schwierig, die dortige Landbevölkerung spricht kaum Chinesisch, und schon gar keine Fremdsprache.

Jürgen Schneider hatte sich mit einer kleinen Gruppe und seinem Reiseführer am Oberlauf des Mekong einquartiert. Die Reisenden wurden in rustikalen Unterkünften sehr freundlich aufgenommen, und auch entsprechend mit heimischer Kost verpflegt.

Der Vortrag bietet Einblicke in das einfache Leben einer tibetischen Familie. Großartige Gebirgslandschaften und tiefe Flusstäler werden gezeigt. Die Anzahl und Vielfalt der Greifvögel war selbst für erfahrene Ornithologen erstaunlich. Die einheimischen wildlebenden Säugetiere Kleiner Panda, Takin, Tibetgazelle und Wildesel wurden ebenfalls dokumentiert.

Doch der eigentliche Grund der Reise war die Suche nach dem Schneeleoparden, der in diesen Höhen lebt. Die Sichtung dieses Raubtiers ist äußerst selten, da der Leopard durch sein weißgraues Fell über eine hervorragende Tarnung verfügt und sich meistens in unzugänglichem Gelände bewegt. Oft liegt er auch stundenlang bewegungslos in guter Deckung.

„An dieser Stelle soll noch nicht zu viel über den Erfolg dieser Expedition verraten werden, der Besuch des Vortrags lohnt auf jeden Fall“, schreibt der Nabu. Der Eintritt ist frei, Spenden für die Vereinsarbeit sind willkommen. red

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