Bensheim

Sanierung Turm der Marienkirche bis zur Spitze eingerüstet

In Schönberg schweigen die Glocken

Archivartikel

Schönberg.Schon bei den Ortseinfahrten nach Schönberg in Richtung Lautertal und in Richtung Bensheim fällt es deutlich ins Auge: Der Turm der Marienkirche glänzt durch das bis zum Kreuz an der Spitze angebrachte Gerüst.

Hornissen-Alarm im Turm

Innerhalb von drei Wochen – unterbrochen durch Hornissen-Alarm – hat die Gerüstbaufirma Hess aus Groß-Bieberau den Kirchturm durch ein modernes Stahlrohrgestänge eingerüstet und ermöglicht damit in den nächsten Monaten im ersten Sanierungsabschnitt der Steinmetzfirma Büttner, Rodgau-Jügesheim, die Arbeiten in und am Turm.

Aus Gründen der Arbeitssicherheit, so berichtet der Kirchenvorstand, muss allerdings für einen längeren Zeitraum das Glockenläuten eingestellt werden. Keine leichte Zeit für die, welche ihren Tagesablauf durch das harmonische Läuten um 7, 11 und 19 Uhr getaktet haben. Leider muss auch das gewohnte Ausläuten in einem Sterbefall oder bei Ankunft eines Neubürgers ausfallen.

Die normalen Gottesdienste der Kirchengemeinde finden bis auf weiteres im Gemeindesaal, Am Rosengrund 11, statt. Festgottesdienste und Trauungen sind in der Marienkirche auch weiterhin ohne Einschränkung möglich. Anfang August werden die neuen Formen der Gottesdienste in der Evangelischen Kirchengemeinde Schönberg/Wilmshausen vorgestellt.

Im zweiten Sanierungsabschnitt der Kirchenrestaurierung ist dann für nächstes Jahr die Schiefer-Eindeckung des Kirchendachs geplant. Betreut wird die gesamte Unternehmung durch das Architekturbüro Stefan Wolff, Bickenbach, und den Kirchenarchitekten Olaf Köhler aus Darmstadt.

Aus der Geschichte

Die Marienkirche liegt exponiert auf einem Bergrücken oberhalb des Dorfes, direkt gegenüber des ebenfalls auf einer Anhöhe erbauten Schönberger Schlosses. Mit ihm – oder besser – mit den Schlossherren, den Grafen von Erbach-Schönberg, ist die Geschichte der Marienkirche eng verbunden. Es war Graf Emil Christian, der im Jahr 1828, drei Jahre nach dem Tod seiner Frau Maria Anna, beschloss, eine Hofkirche erbauen zu lassen. Sein Bruder Ludewig führte hielt am Bau des neuen Gotteshauses fest. Am 30. September 1832 wurde die Marienkirche feierlich eingeweiht. red

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