Bensheim

VHS-Förderverein Bensheimer Gruppe war in der Bundeshauptstadt unterwegs

In sechs Tagen in Berlin viel erlebt

Bensheim.Auch wenn das Reisen wegen der Corona-Pandemie umständlicher ist und der VHS-Förderverein zwei Reisen absagen musste, ließ er es sich nicht nehmen, wenigstens die Reise nach Berlin durchzuführen. Unter der Leitung von Margarete Arndt startete die sechstägige Tour in die Bundeshauptstadt.

Nach dem Zimmerbezug im Hotel an der East Side Gallery folgte eine Fahrt zum Alexanderplatz und ein kurzer Spaziergang zum Nikolaiviertel in ein traditionelles Berliner Wirtshaus.

Der folgende Tag war ausgefüllt, mit einer großen Stadtrundfahrt. Angefahren wurde unter anderem: Museumsinsel, Mauergedenkstätte, Gendarmenmarkt und Entstehungsort der Currywurst, wo eine Kostprobe eingenommen wurde.

Die anschließende Schiffsfahrt durch die Stadt zeigte viele bauliche Veränderungen. Besonders der Kubus, ein würfelförmiges Gebäude am Hauptbahnhof, beeindruckte. Danach war Freizeit. Zum Abendessen traf sich die Gruppe in der Zillestube. Ein Rahmenprogramm von Heinrich-Zille-Zitaten und Liedern gab es als Beigabe.

Nach dem Frühstück startete die Gruppe zum Tagesausflug in den Spreewald. Dort angekommen, gab es zur Begrüßung Brot, das in Leinöl und Zucker getaucht und dann gegessen wurde. Mit einem Kahn, in dem alle 29 Mitreisende Platz hatten, startete die fast lautlose Tour durch den schönen grünen Spreewald.

Meerrettich und mehr

Danach folgte die Besichtigung der Firma Spreewaldrabe. Ein Werksgeländerundgang mit Besichtigung der Kräuterfelder sowie Vorführung von Meerrettich-Bearbeitung und ein Film informierten über die Produktion von Gurkenkonserven und anderer Produkte.

Das Besichtigungsprogramm am folgenden Tag begann am Mittag mit dem Besuch des Roten Rathaus. Nach der Wiedervereinigung wurde das Rathaus 1991 gemeinsamer Amtssitz für Berlin. Das im italienischen Frührenaissancestil erbaute Haus beeindruckt auch im Inneren mit der imposanten Freitreppe und dem schönen Säulen- und Festsaal.

Anschließend ging es nach Mahlsdorf – ein Dorf außerhalb Berlins. Dort wurde das Gründerzeitmuseum von Charlotte von Mahlsdorf besucht. Charlotte von Mahlsdorf wurde 1928 als Lothar Berfelde geboren. Schon in jungen Jahren fühlte er sich als Mädchen, was ihm einige Schwierigkeiten einbrachte. Durch die Leidenschaft vom Sammeln alter Möbel und Gegenstände des täglichen Gebrauchs brauchte er Platz und kaufte 1958 das heruntergekommene Gutshaus Mahlsdorf, um es mühevoll zu restaurieren und dann seine Sammlung unterzubringen. 14 eingerichtete Räumen und verschiedene Musikmaschinen sind zu besichtigen.

Zurück in Berlin wurden noch ein Aufenthalt am Check Point Charlie und das Panorama „Die Mauer“ von Yadegar Asisi besichtigt. Auch am folgenden Tag stand der Morgen zur freien Verfügung.

Das Programm am Mittag verzögert sich, da durch Demonstration der Künstler, Bühnenarbeiter die Zufahrt zum Humboldt-Forum erschwert wurde. Mit Verspätung erreichte die Gruppe das Forum, von dort startete eine Außen-Führung mit Details zum Schlossaufbau. Die Eröffnung des Schlosses ist für Dezember geplant.

Nach der Führung wurde vom Verein eine Spende an das Humboldt-Forum zum Aufbau des Berliner-Schlosses überreicht. Weiter ging es nach Charlottenburg zur Besichtigung des Neuen Flügels im Schloss. Die Räume wurden original wiederhergestellt und sind beeindruckend. Der Abend wird in einem Gasthaus im S-Bahnbogen im Stil der 20er-Jahre verbracht. red

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