Bensheim

Coronavirus Stadtverwaltung konkretisiert Vorgaben / Richter erfreut über Hilfsbereitschaft

Infostände bis zum 19. April verboten

Archivartikel

Bensheim.Aus dem Rathaus gab es am Mittwochnachmittag weitere Informationen zu Auswirkungen und Beschlüssen im Zusammenhang mit dem Bestreben, die Verbreitung der Atemwegserkrankung Covid-19 zu verlangsamen.

„Wir müssen die Maßnahmen zum Schutz unserer Gesundheit konsequent umsetzen und ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass die Menschen ein Einsehen haben, unser Handeln verstehen und sich daran halten“, richtet Bürgermeister Rolf Richter einen eindringlichen Appell an die Öffentlichkeit.

„Sehr dankbar bin ich für das Engagement all derjenigen, die Helferbörsen entweder über die sozialen Medien oder direkt in ihrer Nachbarschaft angestoßen haben, hier zeigt sich ‚Bensheim hält zusammen’“, sagt Richter. Die Stadt Bensheim bietet (wie mehrfach kommuniziert) zusätzlich dazu über die Servicenummer 06251/14333 und die E-Mail-Adresse im Rathaus service@bensheim.de eine Koordinierungsstelle für Hilfesuchende und Menschen, die ihre Hilfe anbieten wollen.

Thema Ruftaxi

Darüber hinaus wurden auch am Mittwoch verschiedene Maßnahmen auf den Weg gebracht und konkretisiert – ein Überblick:

ÖPNV: Im Ruftaxi dürfen ab sofort nur noch zwei Personen mitfahren. Der Beifahrersitz muss frei bleiben. Der Verkauf von Fahrscheinen ist ausgesetzt, die Kommunen übernehmen die Kosten. Es gibt eine zeitliche Einschränkung des Ruftaxis von Montag bis Samstag auf 8 bis 18 Uhr. Sonderregelungen sind nur für unabdingbare Fahrten zur Berufsausübung möglich, schreibt die Stadtverwaltung in ihrer Pressemitteilung.

Sondernutzungserlaubnis in der Fußgängerzone: Die Stadt Bensheim widerruft jede Sondernutzungserlaubnis mit sofortiger Wirkung zunächst bis zum 19. April. Alle Bestrebungen seien zurzeit darauf gerichtet, soziale Kontakte zu reduzieren, daher seien öffentliche Stände mit dem Ziel der Kontaktaufnahme kontraproduktiv.

Geschäftsschließungen: Umgang mit Mischbetrieben, zum Beispiel Haushaltswaren mit Post-Annahmestellen: Es darf nur die zulässige Geschäftstätigkeit ausgeführt werden. Optiker und Hörgeräteakustiker dürfen – wie bereits berichtet – offenbleiben, Fotofachgeschäfte dürfen Passbilder anbieten. ps

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