Bensheim

Synagoge Am 11. September sind Prof. Hanspeter Heinz und Rabbiner Jehoshua Ahrens zu Gast

Interreligiöser Dialog

Archivartikel

Auerbach.Der Auerbacher Synagogenverein lädt zur ersten Veranstaltung nach der Sommerpause ein: Am Mittwoch, 11. September, um 19 Uhr werden zwei wichtige Vertreter des interreligiösen Dialogs miteinander sprechen: Prof. Hanspeter Heinz, Mitglied des Gesprächskreises Juden und Christen im Zentralkomitee der deutschen Katholiken, und Rabbiner Jehoshua Ahrens, Gemeinderabbiner in Darmstadt und Beauftragter für religiösen Dialog des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen.

Professor Heinz wurde im Jahr 2015 die Buber-Rosenzweig-Medaille für sein langjähriges Engagement verliehen. Rabbiner Ahrens erhielt 2017 die Päpstliche Medaille für sein Engagement im Jüdisch-Katholischen Dialog von Papst Franziskus persönlich.

Beide werden die Entwicklung im Katholisch-Jüdischen Dialog seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil und der damaligen Veröffentlichung von Nostra Aetate aus ihrer jeweiligen Sicht skizzieren.

In der Erklärung „Den Willen unseres Vaters im Himmel tun: Hin zu einer Partnerschaft zwischen Juden und Christen“ vom Dezember 2015, die von Rabbiner Ahrens mit auf den Weg gebracht wurde, forderten orthodoxe Rabbiner, Leiter von Gemeinden, Institutionen und Seminaren in Israel, den USA und Europa, „dass Juden und Christen als Partner zusammenarbeiten sollen, um den Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen.“

Im Januar 2017 folgte dann die gemeinsame Erklärung „Zwischen Jerusalem und Rom“ der Europäischen Rabbinerkonferenz und des Rabbinischen Rates von Amerika, die die Reflexionen über die 50 Jahre seit Nostra Aetate zusammenfasste. Die Erklärung benennt als gemeinsame Ziele von Juden und Katholiken „das gemeinsame Streben nach einer besseren Welt, die mit Frieden, sozialer Gerechtigkeit und Sicherheit gesegnet ist“.

Über die zukünftige Entwicklung dieses Dialogs und seiner konkreten Vermittlung und Umsetzung in Gemeinden werden Professor Heinz und Rabbiner Ahrens diskutieren und im Anschluss auch die Fragen und Erfahrungen des Publikums mit einbeziehen. red

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