Bensheim

Naturschutzzentrum Jürgen Schneider zeigt am Freitagabend beeindruckende Landschaftsaufnahmen

Islands Naturschönheiten

Bensheim.Am Freitag (15.) zeigt der Bensheimer Jürgen Schneider Bilder über die einmaligen Naturschönheiten Islands, die er bei mehr als zehn Reisen erleben durfte. Der Bildervortrag ist kostenlos und beginnt um 19 Uhr im Naturschutzzentrum Bensheim. Die Bilder sind hinterlegt mit den vielseitigen Naturgeräuschen – und beim Besuch der Küstenseeschwalbenkolonie fühlt man sich umgeben von tausenden rufenden Vögeln, die eifrig beim Füttern ihrer Jungen sind. „Die Vögel wurden natürlich nicht gestört bei den Aufnahmen“, betont der Fotograf. Sie brüten sogar in der Hotelanlage.

Trotz des zunehmenden Besucherdrucks in den vergangenen Jahren entführt Schneider die Zuschauer in abgelegene Gebiete, die vom Massentourismus verschont geblieben sind und zeigt ihnen die Insel, wie sie wenige Besucher gesehen haben. Seine Reise beginnt auf Snaefellsnes, wo öfters auch Orcas gesichtet werden, und führt durch die Schäreninseln des Breiafjörur in die zerklüftete und wenig besuchte Landschaft der Westfjorde.

Die spektakulären steilen Klippen von Latrabjarg sind zwar nicht das Ende der Welt, aber der westlichste Zipfel Europas. Die 14 Kilometer langen und bis zu 450 Meter hohen Klippen fallen senkrecht ins Meer und sind bewohnt von über einer Million Alken und Lummen, die in einer der größten Kolonien ihre Jungen groß ziehen. Hautnah kann man hier die Vögel erleben, denn sie kennen keine Feinde und sind sehr zutraulich. So entstanden Fotoaufnahmen aus wenigen Zentimetern Entfernung.

Weiter führt die Bilderstrecke durch die endlosen Fjorde zum Nord-Osten der Insel zum Mvatn (Mückensee) mit einer einmaligen Landschaft von hunderten kleiner Inseln und Pseudokratern, die die Landschaft prägen. Bei den Bildern vom Eistaucher hört man seinen klagenden Ruf, der vor allem in den Morgen- und Abendstunden durch die Täler schallt. Die Bilder vom Gerfalken, der größte Falke der Welt, sind unterlegt mit dessen Rufen und auch der monotone Ruf des Goldregenpfeifers in der Tundra wird zu hören sein.

Weitere Bilder und vor allem Flugaufnahmen zeigt Jürgen Schneider von einer großen Baßtölpelkolonie auf einer Felsnadel im äußersten Nordosten der Insel.

Die nächsten Bilder führen über das fast vegetationslose Hochland von Island zum Geysir Strokkur, der zur Zeit noch regelmäßig alle vier bis sieben Minuten mit einer rund 20 Meter hohen Fontäne ausbricht. Hier entstanden vor allem in den Morgenstunden einmalige Aufnahmen beim Sonnenaufgang.

Zum Ausklang des Abends werden die Besucher noch in die Eiswelt des größten Gletschers Europas, dem Vatnajökull geführt. Vor allem dessen Gletscherlagune Jökulsárlón bietet eine einmalige Szenerie mit ihren riesigen schwimmenden Eisbergen. Das kann man in Europa nur hier sehen. red

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