Bensheim

Bürgermeisterwahl Bewerber der Grünen war zu Gast bei den Freien Wählern

Kandidat Kern im Gespräch mit der FWG

Archivartikel

Bensheim.Die FWG Bensheim hatte den Bürgermeisterkandidaten Manfred Kern sowie interessierte Bürger zu einem Informationsaustausch ins Kolpinghaus eingeladen.

Vorsitzender Peter Leisemann begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste und führte ins Thema des Abends ein, der von Rolf Tiemann, Stadtverordneter der FWG, moderiert wurde.

Durch seine berufliche Arbeit als Steuerberater habe er seit Jahren Kontakt zu Bensheim, dessen Bewohner er als offene und freundliche Menschen kennengelernt habe. Die schöne Stadt und ihre Bürger hätten es ihm leicht gemacht, die angetragene Kandidatur als Bürgermeister anzunehmen, auch wenn die Stadt sehr viele ungelöste Probleme habe, an deren Lösung er gerne unter Einbeziehung der Bürger verantwortlich mitarbeiten wolle.

Die Probleme lägen auf der Hand: die Desaster und Debatten zu Bürgerhaus, Marktplatz, Neumarktcenter und Hoffart-Gelände. Hinzu kommen die Themen Innenstadtgestaltung mit dem Problemfeld Leerstände und Schließung von Geschäften. Der ungetrübte Blick von außen, quasi aus der Vogelperspektive, zeige die Probleme der Stadt in aller Deutlichkeit und Schärfe, so Kern.

Bürgerfernes Handeln sei ablesbar an den vielen in der jetzigen Amtszeit des Bürgermeisters entstandenen Bürgerinitiativen, nämlich zur Riedwiese, Friedhofstraße, zu Straßenbeiträgen, und zum Marktplatz.

Nicht nur Vertreter einer Partei

Zu einigen der konkreten Fragen von Teilnehmern in Bezug auf Klima- und Naturschutz, intensiverer Bürgerbeteiligung, Strukturproblemen der Stadt wie Leerständen und Verödung der Innenstadt konnte Kern laut FWG „naturgemäß nur allgemeine Antworten geben“, da zu deren Beantwortung exakte Analysen erforderlich sind, die ihm derzeit noch nicht zur Verfügung stünden.

Deutlich machte Kern, der von den Grünen als Kandidat nominiert wurde, dass er der Bürgermeister aller Bürger und nicht der Vertreter nur einer Partei sein wolle. „Kern überzeugte die Teilnehmer durch seine Offenheit und Klarheit davon, dass er – würde er Bürgermeister – alle anstehenden Aufgaben im engen Austausch mit allen gesellschaftlichen Gruppen angehen wird, um die bestmögliche Lösung in sachorientierter Diskussion zu finden“, heißt es in einer Pressemitteilung der Freien Wähler. Die langjährige Koalition von CDU und GLB sieht Kern kritisch, da viele der Probleme der Stadt dadurch mit entstanden seien.

Die FWG und die übrigen Teilnehmer der Gesprächsrunde zeigten sich zufrieden mit dem Gespräch. Die FWG hat den amtierenden Bürgermeister Rolf Richter ebenfalls zu einem Gespräch eingeladen, um mit ihm über seine Bewertung und Bilanz der ersten Amtszeit und über seine Vorstellungen für eine erneute Amtszeit zu sprechen. red/Bild: Archiv

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