Bensheim

Parktheater „Podium junger Künstler“ der Musikschule Bensheim mit etlichen Preisträgern

Klangschöne Talentproben

Archivartikel

Bensheim.Klavier, Violoncello, Flöte, Klarinette, Oboe und Gitarre bildeten heuer das reichhaltige instrumentale Spektrum beim traditionellen „Podium junger Künstler“ der Musikschule Bensheim im Eysoldt-Foyer des Parktheaters.

Musikschulleiter Helmut Karas durfte sich gemeinsam mit den vielen Zuhörern besonders darüber freuen, dass unter den versammelten Nachwuchsinstrumentalisten auch wieder etliche aktuelle „Jugend musiziert“-Preisträger zu finden waren.

Großes Lob von Helmut Karas galt nicht zuletzt der höchst engagierten Arbeit seiner pädagogischen Kollegen Yaeko Albrecht, Brigitte Henz, Laima Hofmann, Ulrike Lamadé, Samir Müller, Alexandru Nicolescu, Werner Nowak, Andreas Riechers, Claudia Rieder und Hannelore Schmanke. Yaeko Albrecht fungierte überdies wie gewohnt als einfühlsame Duopartnerin bei den klavierbegleiteten Werken des Programms. Ihr Talent am Tasteninstrument bewiesen an diesem Vormittag Samuel Düringer und Max Schuch mit dem zündenden vierhändigen Auftaktstück „Boogie Express“ von Rolf Anderson, Anna Häring mit dem beachtlich sauber gespielten Chopin-Walzer cis-moll opus 64/2 und vor allem Fabian Rentzsch mit dem herausragend souverän gemeisterten Kopfsatz aus Mozarts anspruchsvoller F-Dur-Sonate KV 332.

Feine Gitarrenklänge gab es nicht nur solistisch in Form von Veronika Schürrs gewandtem Carulli-Vortrag (Rondo C-Dur), sondern auch in ungewöhnlicher Quintettbesetzung: Marcel Bieniek, Nils Hofmann, Marvin-Elias Düringer, Simon Kulick und nochmals Veronika Schürr überraschten dabei mit einem gelungenen Arrangement des Eröffnungssatzes aus dem eigentlich für Bassetthorntrio komponierten Mozart-Divertimento KV 439b/4.

Die Streicherfraktion kam diesmal einzig durch die beiden Cellistinnen Samira Hutmacher und Nina Oeter zum Zuge, die mit eingängigen romantischen Miniaturen von Oskar Rieding und Bernhard Romberg hervortraten.

Umso stattlicher fiel das Angebot im Bläserbereich aus, der traditionell zu den besonderen Stärken der Bensheimer Musikschule zählt. Alea Kulick verriet in zwei kraftvoll intonierten Tanzsätzen aus Händels F-Dur-Oboensonate HWV 363a ihre exzeptionelle Begabung für dieses allzu selten gewählte Instrument. An der Seite ihres Klarinettenlehrers Andreas Riechers zeigten Annelie Rückert und Saskia Willius in hübschen kleinen Bearbeitungen etwa des berühmten spanischen Volksliedes „La Cucaracha“ sehr gutes Ensembleverständnis. Als absolut herausragendes Klarinettentalent erlebte man zudem Karlotta Seybold (3. Regionalpreis „Jugend musiziert“) in der entdeckenswerten F-Dur-Romanze (1892) der unter anderem von Brahms geförderten Prinzessin Marie Elisabeth von Sachsen-Meiningen.

Großer Schlussbeifall für alle

Rundum bravourös gerieten auch die Auftritte der ausnahmslos bei „Jugend musiziert“ erfolgreichen Flötistinnen. Praktisch fehlerfrei präsentierten sich Theresia Hebling (2. Landespreis) und Lorena Hanser (2. Regionalpreis) in spritzig-melodiösen Übungsstücken des romantischen „Flötenpapstes“ Wilhelm Popp, Amelie Banasek (2. Regionalpreis) im wunderbar gesanglich gestalteten Mozart-Andante C-Dur KV 315 (1778) und Justine Hastik (2. Regionalpreis) im programmkrönenden Piazzolla-Hit „Libertango“ von 1974. Verdienter großer Schlussbeifall für alle Beteiligten.

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