Bensheim

VHS-Förderverein Kulturreise führte in Gegenwart und Vergangenheit der griechischen Insel

Klöster und Paläste Kretas

Bensheim.Auf den Spuren der Gegenwart und Vergangenheit machten sich 24 Reiselustige mit dem Bensheimer VHS Förderverein auf, um Kreta zu erkunden. Nach der Ankunft wurde die Gruppe von der Reiseleiterin empfangen und nach Rethymnon ins Hotel gebracht.

Am folgenden Tag wurde die Orthodoxe Akademie bei Kolymvari besucht. Die Akademie arbeitet für die Verständigung der Religionen untereinander, sie steht unter der Schirmherrschaft des Ökumenischen Patriarchats von Istanbul.

Zu Fuß ging es zum Kloster Gonias aus dem 17. Jahrhundert. Das Kloster ist auch Symbol für Widerstand von Fremdherrschaft. Im Museum des Klosters werden zahlreiche Ikonen, liturgische und weltliche Gegenstände gezeigt, welche bis in das erste Jahrtausend unserer Zeitgeschichte reichen.

Weiter ging es in die zweitgrößte Stadt der Insel, nach Chania. Eine lebhafte Stadt mit Markthalle, venezianischem Hafen und der Hassan- Pascha-Moschee ohne Minarett sowie einem großzügigen Fußgängerbereich. Besichtigt wurde auch die geschichtsträchtige Anhöhe Profitis Ilias, auf der zum ersten Mal 1897 die griechische Fahne gehisst wurde. Eine kurze Fahrt zum Kounas-See, dem einzigen natürlichen Süßwassersee auf Kreta, folgte.

Rosen, Seifen, Olivenöl

Der nächste Tag war ausgefüllt mit dem Besuch einer Gärtnerei in Familienbesitz, spezialisiert auf Kräuter, Rosen, Olivenöl und Seifen. Anschließend ging es zum Kloster Preveli. Das Engagement der Mönche für die Freiheit der griechischen Einwohner Kretas sowie die schulische Weiterbildung begründen den überregionalen Ruf. Das Kloster liegt an einem Hang mit weiter Sicht über die Südküste und das Lybische Meer.

In Rethymnon stand eine Stadtführung sowie die Besichtigung der im 16. Jahrhundert erbauten Fortezza, eine Festung mit renovierter Moschee, auf dem Programm. Das Kloster Arkadi stammt aus dem 5. Jahrhundert. Auch hier ging es 1866 um die Befreiung Kretas aus der osmanischen Herrschaft. Das Kloster wurde vom osmanischen Heer angegriffen. Nach zwei Tagen Kampf gaben die Belagerten auf und 1000 Menschen sprengten sich in die Luft, um nicht in Gefangenschaft zu geraten.

Am vierten Tag war Quartierwechsel, es ging nach Heraklion, der größten Stadt der Insel. Dort wurde das Archäologische Museum besucht und ein Spaziergang durch die Gassen unternommen. Nach der Besichtigung der Festung und des Grabes des Schriftstellers Nikos Kazantzakis folgte die Fahrt nach Knossos. Der Minoische Palast von Knossos wurde 2100 und 1800 vor Christus errichtet. Die Ausgrabungen und teilweise Restaurierungen geben einen Eindruck von Größe und Ausdehnung der Ruinenstadt.

Der Ausflug nach Kritsa, einem kleinen Ort in den Bergen, führte ins Landesinnere. Zuerst wurde die kleine Kirche Panagia i Kera mit schönen Fresken angeschaut. Anschließend folgte die Fahrt nach Latos, einer verlassenen Siedlung dorisch-griechischer Einwanderer in herrlicher Berglandschaft, dann ins nahe Dorf Kritsa, wo in der kleinen Einkaufsstraße überwiegend Handarbeiten angeboten werden.

Bei der Fahrt zur Lassithi-Hochebene auf 800 Metern wurde ein Zwischenstopp in einer Töpferei eingelegt, danach führte die Reise weiter zur Zeusgrotte von Psychro. Die Gruppe besichtigte außerdem den minoischen Palast in Malia und das Kloster des Heiligen Georgs zu Selinari.

Dann folgte von Elounda aus eine gemütliche Schiffstour um die ehemalige Leprainsel Spinalonga. Bilanz der Fahrtteilnehmer: Kreta hat viel an Landschaft, Küste und Kultur zu bieten, ein mehrmaliger Besuch lohnt sich. red

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