Bensheim

Kolpingsfamilie Sommerfahrt führte nach Maria Laach / Stopp im Rheintal

Kloster mit langer Geschichte

Archivartikel

Bensheim.Die Sommerfahrt der Kolpingsfamilie Bensheim führte in diesem Jahr zum Benediktinerkloster Maria Laach. Kolpingbruder Heinrich Hillenbrand leitete die Tagesfahrt und hatte sie wie in den vergangenen Jahren sehr gut vorbereitet. Organisatorisch stand ihm dabei der Ehrenvorsitzende der Kolpingsfamilie Bensheim Theo Gärtner zur Seite. Es war bereits die fünfte Fahrt unter Hillenbrands Leitung – Ziel waren jeweils Klöster, zuletzt war es das Kloster Maulbronn.

Auf der zweistündigen Fahrt nach Maria Laach erläuterte Hillenbrand den 50 Reiseteilnehmern immer mal wieder Besonderheiten der jeweiligen Region, die man gerade passierte. Darunter war auch viel Wissenswertes über den Wein – schließlich führte die Fahrt am Rheingau vorbei und durch die Weinanbaugebiete Nahe, Mosel und Mittelrhein.

Das Kloster Maria Laach selbst liegt in der Eifel an der Südwestseite des Laacher Sees. Die Abtei blickt auf eine 925-jährige Geschichte zurück. Nach 90-jähriger Unterbrechung durch die Säkularisation wird sie seit 1892 wieder als Kloster genutzt. Dem Kloster, das zur Beuroner Kongregation des Benediktinerordens gehört, steht zurzeit Abt Benedikt Müntnich vor.

Beten und arbeiten

Nach der Ankunft gab zunächst ein halbstündiger Film den Kolpingschwestern und -brüdern einen guten Eindruck über das Kloster und seine Lage sowie Auskunft über das Alltagsleben und die Aufgaben der momentan 35 im Kloster lebenden Mönche. Die Mönche beten und arbeiten hier nach den Regeln des Ordensgründers, des heiligen Benedikt von Nursia („ora et labora“). Der anwesende Pater Antonius, der nach dem Film noch Fragen beantwortete, ist etwa im Kloster zuständig für die Krankenpflege.

Das Tagesgebet der Mönche fand danach in der Klosterkirche statt. Die romanische Kirche, auch Laacher Münster genannt, ist eine sehr gut erhaltene dreischiffige Pfeilerbasilika mit zwei Querhäusern und hat sechs Türme. Bemerkenswert sind auch der Westeingang („Paradies“) und der Kreuzgang aus dem 13. Jahrhundert.

An das Tagesgebet schloss sich eine halbstündige Orgelmatinée mit Werken von Johann Sebastian Bach an, ein wahrer Ohrenschmaus für die zahlreichen Besucher. Nach dem Mittagessen bestand noch die Gelegenheit, Einrichtungen des Klosters wie die Gärtnerei, den Buchladen oder auch Kunstschmiedearbeiten in Augenschein zu nehmen.

Ausblick auf die Loreley

Für die Rückfahrt hatte sich Heinrich Hillenbrand etwas Besonderes einfallen lassen. Am Mittelrhein liegt die – zuvor fast allen unbekannte – Ortschaft mit dem interessanten Namen Urbar. Dort befindet sich hoch oben über dem Rheintal am Rheinburgensteig der schöne Rastplatz „Maria Ruh“ mit herrlichem Ausblick auf den gegenüberliegenden Loreleyfelsen, die Burg Katz und Sankt Goarshausen. Die Kolpingschwestern und -brüder genossen nicht nur diese herrlichen Aussichten in das eingeschnittene Rheintal, sondern auch die von Hillenbrand von der dort befindlichen kleinsten Winzergenossenschaft Deutschlands Loreley-Bornich mitgebrachten Weine. Ein Riesling, ein Grauburgunder und eine Riesling Spätlese mit den Erläuterungen des Weinfachmannes zum Weinanbaugebiet Mittelrhein steigerten die sowieso schon gute Stimmung.

Von „Maria Ruh“ und Urbar aus ging es zum letzten Haltepunkt der Reise nach Bingen-Büdesheim. In einem Weingut war Schlusseinkehr und Gelegenheit, den Tag bei einem Gläschen Wein ausklingen zu lassen, bevor dann wieder Bensheim angesteuert wurde.

Auf der Heimfahrt bedankte sich der Vorsitzende der Bensheimer Kolpingsfamilie Josef Roesch bei Heinrich Hillenbrand und Theo Gärtner für die Vorbereitung und Durchführung dieser Tagesfahrt. Nach den gelungenen fünf Klosterfahrten in den vergangenen Jahren sei man gespannt, wohin es bei der sechsten im nächsten Jahr gehen werde. red

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