Bensheim

Orgelkonzert Regionalkantor führt seine Bach-Reihe am 14. Oktober fort

Knop spielt Fantasien und Sonaten

Archivartikel

Bensheim.In seinem mittlerweile elften Konzert der Gesamtaufführung des Bachschen Orgelwerks in der katholischen Stadtkirche Sankt Georg in Bensheim präsentiert Regionalkantor Gregor Knop (Bild) am Sonntag, 14. Oktober, um 19.30 Uhr Fantasien und Sonaten des großen Barockkomponisten. Am Beginn stehen „Fantasie und Fuge c-Moll“ BWV 537, deren Entstehung nicht ganz geklärt werden konnte. Sicher aus Bachs Feder stammt die im seltenen Takt angelegte Fantasie, ebenso der Fugenbeginn. Möglicherweise hat Johann Ludwig Krebs die Fuge zu Ende komponiert, ohne dass man aber beim Spielen oder Hören einen Bruch bemerken würde.

Die französische Bezeichnung der zweiten Fantasie „Pièce d’orgue“ ist ein Beleg für Bachs Beschäftigung mit der französischen Orgelmusik. Die formale Anlage ist einzigartig in seinem Werk: Der einleitende, ausgedehnte, einstimmige, virtuose Anfangsteil mündet in ein ebenso ausgedehntes „Alla breve“. Hier zeigt sich Bachs Meisterschaft im endlos anmutenden Weiterentwickeln einer musikalischen Idee. Dieser Teil wiederum mündet direkt in den toccatenhaften Schlussteil mit Chromatik im Bass und Sechzehnteltriolen im Manual.

Scherzhafter Text

Das Werkpaar „Fantasie und Fuge g-Moll“ BWV 542 gehört zu den beliebtesten Werken Bachs überhaupt. Wie nur wenige seiner Werke ist die Fuge mit einem scherzhaften Text unterlegt als „Kaffeewasserfuge“ bekannt geworden.

Die Fantasie zeichnet sich durch eine hochexpressive Harmonik mit überraschenden Vorhalten, freie Passagen wechseln mit streng polyphonen ab.

Die beiden Triosonaten d-Moll und G-Dur zeigen Bachs kammermusikalische Fähigkeiten in konzentriertester Form: als ausgreifendes Girlandenwerk im ersten Satz der Sonate in d-Moll, im einstimmigen Beginn der Sonate in G-Dur, in den virtuosen, dicht gearbeiteten Schlusssätzen und nicht zuletzt in den anrührenden, langsamen Mittelsätzen, die dem Hörer einen Eindruck von der Ewigkeit geben können.

Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende gebeten. red

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