Bensheim

Mitgliederversammlung Verein ist auf stärkere Beteiligung von jüngeren Mitgliedern angewiesen

Kolpingsfamilie gründet Zukunftswerkstatt

Archivartikel

Bensheim.Bei der Mitgliederversammlung der Kolpingsfamilie Bensheim im Kolpinghaus blickte der Vorsitzende Josef Roesch in seinem Tätigkeitsbericht auf die vielen Aktivitäten im vergangenen Jahr zurück. Er bedankte sich bei den vielen Helfer und Mitorganisatoren der verschiedenen Feste (Bürger- und Winzerfest) sowie bei Fahrten- und Veranstaltungsleitern, den Vorstandsmitgliedern und allen anderen helfenden Personen.

Sie alle seien mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit ein wesentlicher Baustein für die Kolpingfamilie Bensheim. Man könne mit der gemeinsam geleisteten Vereinsarbeit und der Mitarbeit sehr zufrieden sein, so Roesch in seinem Rückblick.

Dennoch muss sich auch die Kolpingsfamilie Bensheim in Sachen Zukunft, Mitgliederwerbung und Kolpinghaus Gedanken machen. Ein ins hohe Rentenalter gerücktes Durchschnittsalter der Mitglieder lassen nicht nur das Besetzen der Auf-/Abbau- und Standdienste am Bürger- und Winzerfest immer schwieriger werden. Auch bei der Arbeit im sozialen und christlichen Bereich stehen immer weniger der knapp 280 Mitglieder zur Verfügung.

Aus diesem Grund wurde eine Arbeitsgruppe Zukunftswerkstatt gegründet, weitere Treffen sind geplant, zu denen interessierte Mitgliedern eingeladen sind. Die erste Sitzung stand unter dem Motto: „Wer sind wir? Wo stehen wir? Und wo wollen wir hin?“ In einem Initialtreffen schaute man auf die vorhandenen Strukturen in den Bereichen soziales Engagement und Veranstaltungen, Fahrten und Feste.

Das Mittelalter fehlt

Es konnte festgestellt werden, dass bei den vielen Aktivitäten die Kolpingsfamilie noch auf einen Stamm treuer Mitglieder oder Mitgliedergruppen zählen kann. Jedoch fehle es an der stetigen Beteiligung der 20- bis 60-Jährigen. Die drei Säulen, „christlich – sozial – lebensfroh“ sollen bei der weiteren Arbeit der Zukunftswerkstatt zu gleichen Teilen im Blickpunkt stehen.

Auch der Bericht des Rechners Norbert Trautrims stand unter dem Motto „Wo geht der Weg hin?“. Ein „weiter so“ sei zwar möglich, jedoch nicht auf lange Sicht. Deshalb hat, so Trautrims, „der Vorstand der Kolpingsfamilie die Aufgabe, verschiedene Projekte anzugehen“. Dazu bedarf es jedoch weiterhin der Unterstützung der Mitglieder. Als eine Anregung nannte er die Digitalisierung in manchen Bereichen. Es sei unumgänglich, die vorhandenen Ressourcen effektiver zu nutzen.

Neben den Berichten des Vorsitzenden und des Kassenwarts stellte auch die Jungkolpinggruppe ihre Tätigkeiten vor. So blickte Max Gärtner unter anderem auf die soziale Aktion der Renovierung des Bauwagens der Bensheimer Streetworkerin als auch die Unterstützung bei den verschiedenen Festen und Veranstaltungen der Kolpingsfamilie zurück. Als weitere, feste Bausteine der Gruppe nannte er die Papiersammelaktionen und die regelmäßigen Treffen der Jungkolping. Interessierte Jugendliche sind jederzeit willkommen. Auf Antrag der Rechnungsprüfer wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt.

In weiterer Folge des Abends wählten die Mitglieder die neuen Beisitzer für den erweiterten Vorstand. Zuvor verabschiedete sich nach langjähriger Vorstandsmitgliedschaft als Beisitzerin Rosi Jochum aus der Vorstandsarbeit. Josef Roesch bedankte sich für ihre Tätigkeit im Vorstand und ihren Arbeitseinsatz bei den vielfältigen Aktivitäten. Als Beisitzer für den neuen erweiterten Vorstand wurden Margret Jarz und Stefanie Grimm mit großer Mehrheit wiedergewählt. red

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