Bensheim

Auerbach Synagogenverein lädt am 3. Oktober ein

Konzert für Viola und Laute

Archivartikel

Auerbach.Für Mittwoch, 3. Oktober, den Tag der Deutschen Einheit, lädt der Auerbacher Synagogenverein um 17 Uhr zu einem Konzert für Viola da Gamba und Laute in die frühere Synagoge (Bachgasse 28) ein: „Jüdische Komponisten der Renaissance“, mit Erläuterungen versehen und von herausragenden Solisten vorgetragen.

Die prächtigen Fürstenhöfe der italienischen Renaissance beschäftigten auch jüdische Tanzmeister wie Guglielmo da Pesaro (der für die Medici arbeitete) und Hofkomponisten, wie die Mitglieder der weit verzweigten Familie Bassano, die der Venezianischen Schule zugerechnet werden. Auch Familie Lupo stammte aus Venedig und kam erst nach Antwerpen und später an den Hof von Elisabeth I. nach London.

Der bekannteste ist sicher Salomone Rossi, der nicht nur mehrstimmige hebräische Psalmen für den Gebrauch in der Synagoge schuf, sondern mit seinen neuartigen „sonate a tre“ den Weg für die Gattung der Triosonate bereitete.

Im Konzert erklingen eine Auswahl ihrer Werke: kunstvoll-polyphone Fantasien und Tanzsätze aus dem 15. bis 17. Jahrhundert, auf historischen Instrumenten. Zu jedem Stück wird eine Einführung gegeben. Es musizieren:

Sven Lamberti (Viola da Gamba): Sein erlernter Beruf ist Software-Entwickler. Als Kind lernte er Klavier und Blockflöte. Neben seinem Beruf studierte er seit 1995 Viola da Gamba bei Hans-Rolf Hauck und Franziska Finckh. Zu erleben ist er in der Region Pfalz und Mannheim.

Markus Steiner (Viola da Gamba): Architekt und Tischler von Beruf, musiziert er aber schon von Jugend auf – klassische Gitarre, Chor, Viola da Gamba. Seit fast 30 Jahren beschäftigt er sich mit historischem Instrumentenbau und spielt auf in verschiedenen Ensembles.

Véronique Simons-Less (Viola da Gamba): Sie studierte klassische Gitarre und Viola da Gamba an der Musikhochschule Heidelberg-Mannheim und lebt als freischaffende Musikerin in Heidelberg, unterrichtet und spielt in verschiedenen Alte-Musik-Ensembles, beschäftigt sich mit sefardischer Musik und jüdischen Komponisten.

Johannes Vogt (Laute): Er studierte klassische Gitarre und Musikwissenschaft in Heidelberg, anschließend Laute und Theorbe. Auf Konzerten und CD-Produktionen ist er zu hören mit Musik aus Mittelalter, Renaissance, Barock und Klassik sowie mit improvisierter Musik.

Der Eintritt zu dem Konzert ist frei, um Spenden wird gebeten. red

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