Bensheim

Musik Am 1. März spielt das Ensemble „Le Concert Arcadien“ geistliche Werke

Konzert in der Klosterkirche

Bensheim.Am Sonntag, 1. März, um 18 Uhr gibt das Ensemble „Le Concert Arcadien“ ein geistliches Konzert mit Werken für Gesang und Orgel in der Franziskanerkirche (Klostergasse) in Bensheim.

„Le Concert Arcadien“ besteht für diesen Anlass aus der Mezzo-Alt-Sängerin Florence Duchène und der Cembalistin und Organistin Zdenka Otadalova. Die Musikerinnen bringen das Stabat Mater und das Nisi Dominus von Antonio Vivaldi, und ein Werk von Florence Duchène, „Te Deum“, sowie mehrere Soloorgelstücke von Girolamo Frescobaldi und Bernardo Pasquini zu Gehör.

„Le Concert Arcadien“ (Das arkadische Konzert) ist ein professionelles Ensemble vornehmlich für Alte Musik um die Mezzo-Altistin und Komponistin Florence Duchène. Das Ensemble wurde 2003 gegründet mit einer Reihe von Konzerten mit Werken von Georg Friedrich Händel und Antonio Caldara, die diese für die römische Accademia dell’Arcadia geschrieben hatten.

Diese „Akademie“, von dem das Ensemble seinen Namen ableitet, war ein Kreis von Mäzenen, die ab 1690 künstlerische Darbietungen organisierten. Händel, Caldara, aber auch Arcangelo Corelli und Alessandro und Domenico Scarlatti komponierten für die Accademia.

Außer Werken der Barockära widmet sich Le Concert Arcadien der Aufführung zeitgenössischer Musik, unter anderem denen seiner Gründerin Florence Duchène. Durch seine individuelle Lesart spannt das Ensemble den Bogen zwischen Stilen und Epochen, und macht hierdurch die Zeitlosigkeit der Musik deutlich.

Florence Duchène (Bild), Mezzo-Alt und Komponistin, studierte Gesang am Konservatorium von Grenoble. 2003 gewann sie einen ersten Preis in der höchsten Kategorie des Gesangswettbewerbs Léopold Bellan in Paris. Begleitend zu ihrer beruflichen Arbeit als Sängerin perfektioniert sie ihre Gesangstechnik bei Alain Charles, Gary Magby und Sarah Sanders und erarbeitet Repertoire und Stil mit dem Cembalisten Jory Vinikour.

Werke aus Renaissance und Barock

Zwischen 1997 und 2015 arbeitete sie regelmäßig als Choristin mit den „Musiciens du Louvre“ unter Marc Minkowski, sowie mit den Chören der Opéra de Paris. Als Solistin tritt sie mit dem Atelier der Musiciens du Louvre sowie mit der Chapelle du Hainaut auf. Von 2006 bis 2015 ist sie Teil des Ensembles für keltische Musik in bretonischer Sprache. Für ihr Ensemble Le Concert Arcadien engagiert sie Musiker wie Jory Vinikour, Zdenka Ostadalova, Elisabeth Matiffa oder Bruno Texeira-Martins für zahlreiche Konzerte in ganz Frankreich mit Werken der Renaissance (Boesset, Guédron, Lambert), des Barock (Händel, Caldara, Scarlatti, Pergolesi, Bach) sowie Eigenkompositionen.

Als Tonschöpferin schreibt Florence meist geistliche Musik in neo-gregorianischem oder neo-barockem Stil mit oder ohne Instrumentenbegleitung, darunter auch Auftragsarbeiten für das Festival „Bach en Drôme des Collines“ in St. Donat. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit arbeitet Florence seit 1990 als Stimmpädagogin, von 2013 bis 2019 auch mit den Choristen von Regionalkantor Gregor Knop und von 2016 bis 2018 unterrichtet sie Studenten des Instituts für Kirchenmusik des Bistums Mainz.

Nach ihrem Studium der Musik im Hauptfach Klavier am Konservatorium Brünn in Mähren (Tschechischen Republik) spezialisiert sich Zdenka Otadalova (Bild) am Conservatoire Supérieur de Paris auf historische Tasteninstrumente wie Cembalo, Pianoforte, Orgel und Clavichord. Sie schließt ihr Studium mit Bestnoten ab und erhält 2011 einen Master in Musikwissenschaft an der Pariser Sorbonne-Universität, ebenfalls mit Bestnote.

Sie arbeitet sowohl als Solistin als auch als Kammermusikerin und nimmt 2003 für das Solstice-Label zusammen mit Noelle Spieth François Couperins Werke für zwei Cembali auf. Zdenka Otadalova war Klavierlehrerin und Klavierbegleiterin der Tänzer am Konservatorium in Brünn. Gegenwärtig unterrichtet sie Cembalo an den Konservatorien von Antony, Verrières-le-Buisson und Chilly-Mazarin (alle bei Paris). Seit 2012 gibt sie einen Cembalo- und Orgellehrgang bei den Rencontres musicales de Mont-Dore in der Auvergne (Zentralfrankreich).

Der Eintritt zum Konzert in der Franziskanerkirche ist frei. Um einen Kostenbeitrag wird am Ausgang gebeten. red

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel