Bensheim

Kormorane, Eisvögel, Schnepfen und Unken

Archivartikel

Naturschutz bedeutet nicht „wachsen lassen“, so Willy Helm, sondern sei mit gezielten Eingriffen und Maßnahmen verbunden: Sträucher zurückschneiden, Schilf entfernen, Flächen entbuschen, und Neophyten bekämpfen. Eindringende Pflanzen, die sich in der Region ansiedeln und heimische Arten verdrängen, sind auch in den Tongruben anzutreffen. Darunter das Springkraut und die Herkulesstaude. Sogar ein Bambus wächst hier, allerdings von privater Hand eingeschleppt.

Die Artenvielfalt ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gewachsen: In den Tongruben sieht man Kormorane, Kolkraben, Seidenreiher, Gelbbauchunken, Bekassinen, Waldschnepfen oder Halsbandsittiche.

Außerdem sind Reiher, aber auch die Nachtigall und der Pirol, Rohrsänger und Blaukehlchen sowie Kröten und Rotbauchunken zurückgekehrt.

Ein schmaler Pfad führt durch das Gebiet und bietet Einblicke in die wilde Schönheit. Hier überwintern Grau- und Silberreiher und diverse Enten und Gänse. Zur Brutzeit finden sich schilfbewohnende Arten ein. Regelmäßig sind Eisvögel, Haubentaucher und verschiedene Spechtarten zu beobachten, ebenso wie Libellen und andere Insekten.

Helm betont: Es brauche Förderer, die sich für das Naturschutzgebiet stark machen sowie Mitglieder, die mit Hand anlegen. Er will das Areal auch für zukünftige Generationen erhalten. tr

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