Bensheim

Freundschaftskreis Klodzko Abwechslungsreiche Reise führte die Bensheimer Gruppe nach Ostpolen

Kulturhistorische Schätze bewundert

Bensheim.Der deutsch-polnische Freundschaftskreis unternahm im September eine Vereinsfahrt nach Ostpolen. Eine Woche lang führte die Reise in die für die Teilnehmer unbekannte Region des Landes und nahe an die ukrainische Grenze. „Eine tolle Woche mit schönen Zielen und Schätzen, die Alina Hoppe für uns ausgegraben hat“, wie Vorsitzender Hans Seibert am Ende der Reise auf der Heimfahrt vom Frankfurter Flughafen nach Bensheim festgestellt hatte.

Alina Hoppe hatte vor einiger Zeit schon die Masuren-Reise des Vereins organisiert und hatte auch dieses Mal wieder als gebürtige Polin und Kennerin des Landes ein glückliches Händchen bei der Auswahl der Ziele und Hotels.

Von den drei Stationen Rzeszow, Zamosc und Lublin wurden interessante Ausflüge in die Umgebung mit beeindruckenden Zielen unternommen. In Krosno, dem größtem europäischen Zentrum für Gebrauchs-, Zier-, Wirtschafts- und Fiberglas, wurde Glasbläsern bei der Arbeit zugeschaut und in Iwonicz Zdroj die gepflegten Anlagen des weiträumigen Kurparks genossen.

Einen Ausflug in vergangene herrschaftliche Zeiten gab es im Palastkomplex von Schloss Lancut, das mit seinen historischen Wohnräumen und eigenem Theatersaal großen Eindruck hinterließ. Gänzlich anders, aber nicht weniger eindrucksvoll präsentierte sich das Schloss in Krasiczyn – ein architektonisches Juwel der polnischen Renaissance, das heute auch als Hotel dient.

Zusätzlich überrascht wurde die Reisegruppe im Schlosshof von einem aktuellen Kulturfestival – einem Choreographie-Wettbewerb für jugendliche Tanz- und Gesangsgruppen. Umgeben ist das Schloss von einem fantastischen, 14,5 Hektar großen Landschaftspark mit seltenen Bäumen und zwei Teichen. Der wurde vor dem Abendessen im Schloss zu einem erholsamen Spaziergang und dem Gruppenfoto vor historischer Kulisse genutzt.

Die Stadt Zamosc wurde 1580 von Jan Zamoyski, einem reichen Polen, errichtet und war bis 1820 im Besitz seiner Familie. Ursprünglich nur für Katholiken gedacht, wurde sie aus wirtschaftlichen Gründen geöffnet, und es siedelten sich dort viele Armenier aus Lemberg an. Sichtbar wird das am großen Markt mit dem Rathaus und den armenischen Häusern mit ihren charakteristischen Dächern.

Im Freilichtmuseum Lubelskie in Lublin war zu sehen, wie die damaligen Bewohner der Region lebten. Altmühlen, Bauernhöfe, mit Stroh gedeckte Hütten mit ungewöhnlich kleinen Betten entführten in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts.

Eine der schönsten Altstädte

Lublin ist nicht nur das wichtigste akademische Zentrum im östlichen Polen, es hat auch kulturell und geschichtlich viel zu bieten und eine der schönsten Altstädte Polens, die direkt zum Lubliner Schloss mit der Dreifaltigkeitskapelle führt. Mit ihren russisch-byzantinischen Fresken ist sie ein einzigartiges Zeugnis für die Durchdringung der Kulturen des Ostens und des Westens. Der Kapelle wurde das Europäische Kulturerbe-Siegel verliehen.

Beeindruckend war auf dem Litauischen Platz mit dem Denkmal der Lubliner Union und den Wasserspielen eine furiose Multimedia-Show, die mit bunten, in Wassserfontänen projizierten Bilder und Musik die Geschichte Polens und die 700-jährige Geschichte der Stadt Lublin erzählte.

Mit einem stimmungsvollen Abschiedsessen in einem rustikalen polnischen Lokal mit Musikern klang die erlebnisreiche Vereinsreise aus. Am nächsten Morgen brachte der Bus die Reisegruppe zum Flughafen nach Warschau und mit dem Flieger zurück nach Frankfurt. js

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