Bensheim

„Mutige Bürger“ Vereinigung bezieht Stellung zu Äußerungen von Bürgermeister und CDU-Chef

„Lassen uns nicht verunglimpfen“

Bensheim.Die „Vereinigung der mutigen Bürger“ wehrt sich gegen die Vorwürfe von CDU-Fraktionschef Markus Woißyk. Dieser hat der Vereinigung nicht akzeptable Umgangsformen und öffentliche Beschimpfung vorgeworfen sowie „jegliche Form des anständigen Umgangs“ abgesprochen. Er und andere Kommunalpolitiker werden öffentlich kriminalisiert, indem man ihnen unter anderem Menschenverachtung und Willkür unterstelle.

Der Bensheimer Unternehmer Edbill Grote, Initiator der „Vereinigung der mutigen Bürger“, betont in einer Stellungnahme, dass es seiner Ansicht nach schon Willkür und Menschenverachtung sei, wenn etwa beschlossen werde, eine schmutzige Brecheranlage, in der Riedwiese genehmigen zu wollen, gegen den erklärten Willen der dortigen Anwohner.

Nur durch das massive Eintreten der Bürgerinitiative und einiger Bürger sei das Vorhaben kleinlaut abgeblasen worden. Und wie könne man an der Wormser Straße das neue Einkaufszentrum so planen, dass die Anwohner, bedingt durch die dortige Ampel und somit die regelmäßigen Autoschlangen, die manchmal fast bis zur Autobahn reichen, durch die Abgase regelrecht vergiftet werden?

Ein geringes Verschieben des Edeka-Gebäudes hätte ausgereicht, um einen Kreisel zu bauen. Dadurch wäre der Abfluss der Pkw wesentlich schneller erfolgt, ohne größere Staus und mit weniger Belastung der Anwohner. „Auch diese Fehlplanung nenne ich Willkür und menschenverachtend“, betont Grote.

Das Haus am Markt gehöre den Bensheimer Bürgern. Dieses ohne Notwendigkeit abzureißen und für viele Millionen Euro von der MEGB neu errichten zu lassen, „nenne ich ebenfalls Willkür und Steuerverschwendung“, sagt Edbill Grote. Er kenne keinen einzigen Bensheimer, der für den Abriss des Gebäudes sei. Bürger, die Demokratie leben und „sich erdreisten Leserbriefe zu schreiben und sich in einer BI formieren“, werden stattdessen von Bürgermeister Richter scharf angegriffen.

Auch Bensheimer Politiker sollten im Sinne und für Bürger arbeiten. Egal, ob sie dies ehrenamtlich oder hauptamtlich tun. Alle tun es freiwillig und keiner werde gezwungen. Für die „Vereinigung der mutigen Bürger“ sei das Fass jetzt voll und sie werden sich einmischen. „Da lassen wir uns nicht durch solche Leute wie Herrn Woißyk von der CDU verunglimpfen und in die rechte Ecke stellen“, so Grote.

Die Vereinigung sei unparteiisch und unpolitisch und wolle nur das Beste für Bensheim. Auch sie tun das alles ehrenamtlich und aus humanitären Gründen ohne jegliche eigenen Interessen, betont der Initiator. Die Initiative umfasse mittlerweile mehrere hundert Mitstreiter. red

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