Bensheim

Nitya Seva Auerbacher Verein versorgte 150 Familien ohne Einkommen

Lebensmittel für Notleidende in Indien

Archivartikel

Bensheim.Am 24. März 2020 wurde seitens der indischen Regierung in Anbetracht der Corona-Epidemie eine landesweite Ausgangssperre angeordnet. Betriebe und Geschäfte wurden geschlossen. Für die Ärmsten der Armen, insbesondere Taglöhner, Müllsammler und Arbeiter in der Steinbearbeitungsindustrie, brachen jegliche Einnahmen weg, so dass unzählige Familien Hunger leiden mussten.

Der in Auerbach ansässige Verein Nitya Seva hatte von Anfang bis Mitte April in Bhopal in einer Großaktion 1400 Portionen Warmverpflegung an einzelnen Personen und 1160 Pakete mit Grundnahrungsmitteln an besonders bedürftige Familien verteilt (wir haben darüber berichtet).

Aktuell gibt es in der Millionenstadt einige Erleichterungen. Geschäfte haben geöffnet, in den Betrieben wurde die Arbeit wieder aufgenommen, so dass auch bei den von Armut geprägten Menschen teilweise wieder ein kleines Einkommen generiert werden konnte.

Arbeitsstätten sind geschlossen

Die Vereinsverantwortlichen, Claus D. und Asha von der Fink, fanden heraus, dass es eine Gruppe von Wanderarbeitern, bestehend aus 150 Familien, gibt, die keinerlei Einkommen haben. Die Arbeitsstätten der Männer, die durch das Beschlagen von Steinen einen kleinen Lohn erhielten, sind noch geschlossen. Die Frauen, die in privaten Haushalten putzen und kochen, können ihre Arbeit nicht durchführen, da sie in der Corona-Krise keinen Zutritt in die Häuser erhalten. Somit hatten diese Familien keine Möglichkeit, Nahrungsmittel zu kaufen. Dementsprechend litten sie Hunger.

Nitya Seva beschaffte 150 Pakete mit Grundnahrungsmittel und anderen benötigten Dingen und verteilte sie am 21. und 22. Juni an diese Familien. Eine Ration beinhaltete fünf Kilogramm Mehl, zwei Kilo Reis, zwei Kilo Linsen, fünf Kilogramm Kartoffeln, zwei Liter Öl, ein Päckchen Salz, ein Päckchen Gewürze, zwei Stück Seife, zwei Kilogramm Zucker, und ein Kilogramm Tee, ausreichend für mehrere Tage.

„Schnelle Hilfe geleistet“

„Wir sind froh, diese besondere Notlage entdeckt und schnelle Hilfe geleistet zu haben. Das war eine große Erleichterung für diese Menschen“, konstatierte das Ehepaar.

Den über 200 Kindern des Vereins, die in drei Heimen untergebracht sind, geht es gut. Sie erhalten, da die Schulen immer noch geschlossen sind, Lerneinheiten, betreiben Yoga und Sport, spielen und erfreuen sich bester Gesundheit, erklärten die Claus D. und Asha von der Fink. red

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