Bensheim

Bildung Zentrum für Mathematik vor 20 Jahren in Bensheim gegründet / Mittlerweile als Marke etabliert

Leidenschaft für Mathematik weitergeben

Archivartikel

Bensheim.Vor 20 Jahren wurde in Bensheim das Zentrum für Mathematik (ZFM) gegründet. Ziel war und ist die Förderung mathematischer Bildung im schulischen und außerschulischen Bereich.

„Es geht darum, die Freude und Leidenschaft an der Mathematik an junge Menschen weiter zu geben“, betont Michael Meyer. Der Initiator und stellvertretende Vorstandssprecher bilanziert eine erfolgreiche Entwicklung des Trägervereins und der einzelnen Förderangebote: „Das ZFM hat sich als Marke etabliert.“

Bereits 1992 hatte sich mit dem Kuratorium „Tag der Mathematik“ die Vorläuferorganisation des ZFM gegründet. Das Mathematikfest stieß bereits bei seiner Premiere in der Bensheimer Liebfrauenschule auf große Resonanz. Die Teilnehmerzahlen wuchsen jährlich, heute treffen sich beim Tageswettbewerb bis zu 1600 Oberstufenschüler an mehr als zehn Standorten in ganz Deutschland, um an einem schulfreien Samstag gemeinsam zu Knobeln und dabei Spaß zu haben.

Vom staubigen Image befreien

Der Wettbewerbscharakter und der damit verbundene Spaß am „Sport Mathematik“ spielte von Beginn an eine bedeutende Rolle. Das ZFM wollte dazu beitragen, die Disziplin von ihrem staubigen Image zu befreien. Die Mission dauert an.

Längst hat sich der „Tag der Mathematik“ als Aushängeschild des Zentrums einen klangvollen Namen gemacht. Heute ist das Flaggschiff des ZFM eine feste Einrichtung und wird als ein den Unterricht ergänzendes, anspruchsvolles Angebot allgemein geschätzt. Der Aufgabenausschuss unter der Leitung von Prof. Dr. Gunter Stein (Karlsruhe) und Alfred Böhm (Ulm) leistet einen wichtigen Beitrag in der Organisation. An jedem Standort ist ein Korrekturausschuss der die Arbeiten am selben Tag korrigiert und bewertet.

Auch in der Öffentlichkeit stößt die Veranstaltung auf beachtliches Interesse. Große Unternehmen wie Dentsply Sirona, Merck oder Siemens Medicare unterstützen die Veranstaltung als Gastgeber seit vielen Jahren. Das breite Interesse aus den Bereichen Bildung, Politik und Wirtschaft gibt dem Kurs des ZFM Recht.

Nach den erfolgreichen ersten Schritten Anfang der 90er Jahre gab sich eine Gruppe engagierter Mitstreiter, die alle eine gleiche päda-gogische Philosophie teilten, einen festen institutionellen Rahmen, um die immer vielfältigere Projektarbeit steuern und verwalten zu können. Am 13. Juli 1998 fand ein erstes Treffen zur Vorbereitung einer Gründungsversammlung statt. Am 22. Dezember 1998 formierte sich der Verein in seiner heutigen Form.

Elementare Kulturtechnik

Anspruch war und ist, der Mathematik innerhalb stabiler Vereinsstrukturen und durch öffentliche Veranstaltungen mehr Aufmerksamkeit zu schenken – und damit den prominenten Stellenwert dieser elementaren Kulturtechniken zu betonen, die auf der gleichen Ebene wie Lesen und Schreiben rangiert.

An diesem Credo hat sich bis heute nichts verändert. Mit einem langen Atem und viel Begeisterung hat sich das ZFM in seiner flexiblen Organisationsform als Netzwerk schnell ausgedehnt. Heute erreicht der Verein mit seinen Projekten in Kooperation mit Partnern aus Wirtschaft, Hochschule und Schule jährlich über 7000 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 3 bis 13.

Das Team besteht mehrheitlich aus langjährigen Weggefährten, die im ZFM eine große Wertschätzung erfahren, so Michael Meyer über das Engagement der Kollegen aus Vorstand und der Projektleitung: „Der Motor läuft rund.“ Bereits in den frühen Jahren gab es einen harten Kern an Aktiven, die das Zentrum geprägt und mit entwickelt haben. Die Standorte in Bensheim, Fulda und Heilbronn bilden heute den organisatorischen Umbau eines facettenreichen Spektrums, in dem jedes einzelne Angebot zur Verbesserung der Bildungsqualität und der gesellschaftliche Akzeptanz von Mathematik beiträgt.

20 Jahre nach seiner Gründung blickt das Zentrum für Mathematik weiter nach vorn. Der Anspruch ist gleich geblieben: Mehr Spaß an Mathe. Auch in der Schule. Ein erfolgreicher Mathematikunterricht kann daran gemessen werden, ob sich bei den Schülern ein positives Bild von Mathematik eingeprägt hat oder nicht, so Michael Meyer abschließend. red

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