Bensheim

AKG 155 Teilnehmer beim zehnten Wettbewerb für vierte Klassen

Mathe kann auch Spaß machen

Bensheim.Nach dem großen Erfolg der Premiere 2008 wurde der Mathematikwettbewerb für die vierten Klassen auch in diesem Jahr wiederholt. Austragungsort war am Samstag erneut das AKG in Bensheim. Zum zehnten Mal trafen sich Bergsträßer Grundschüler zum Knobeln. 155 Teilnehmer waren gemeldet.

Am Anspruch hat sich nach zehn Jahren nichts verändert. "Wir möchten das Bild der Mathematik geraderücken und die Einstellung der Schüler verbessern", so Esther Schmitt, Fachsprecherin am Alten Kurfürstlichen Gymnasium. Mit der Veranstaltung will man zeigen, dass Mathematik auch Spaß machen kann.

Schließlich gibt es Wettbewerbe für Sport, Musik und andere Disziplinen. "Warum also nicht auch für mathematisch interessierte oder talentierte Schüler?", so Schmitt in der voll besetzten Schulmensa, wo sich am Vormittag die Teilnehmer mit ihren Eltern oder Betreuern eingefunden hatten.

18 Grundschulen dabei

Die Kinder kamen nicht nur aus Bensheim und seinen Stadtteilen, sondern auch aus Lorsch, Einhausen, Zwingenberg, Lautertal, Lindenfels, Bürstadt und Biblis. 18 Grundschulen nahmen teil. Nahezu der gesamte Landkreis war vertreten. Vor dem offiziellen Startschuss konnte man sich bei einer kleinen Mathematik-Ausstellung mit Knobel-Spielen, Körpermodellen, Puzzles und anderen Kopfzerbrechen die Zeit vertreiben.

Auch Eltern hatten Spaß an Herausforderungen wie der Leonardo-Brücke, an platonischen Körpern oder konvexen Deltaedern. Nicht selten erklärten die Kleinen den Großen, wie es funktioniert. Nach der Aufteilung der Teilnehmer auf die Klassenräume hatten die Kinder vierzig Minuten Zeit, um zwölf mehr oder weniger knifflige Aufgaben zu lösen. Dabei ging es neben der Anwendung der Grundrechenarten auch um geometrische Körper und räumliches Denken. Ziel ist ein kreativer und spielerischer Umgang mit dem Schulstoff der letzten vier Jahre. Gefragt waren logisches Denken, das Erkennen von Zusammenhängen und nicht zuletzt Durchhaltevermögen. Alles Kompetenzen, die auch für andere Bereiche von Bedeutung sind.

Oberstufenschüler haben den Wettbewerb unterstützt und die Aufsicht übernommen. Die Abiturienten servierten Kaffee und Kuchen und füllten damit ihre Abi-Kasse.

Ein schönes Intro hatten AKG- Schüler der Klasse 6a vorbereitet. Sie präsentierten kleinen Spielszenen, in denen die Mathematik die Hauptrolle spielte. Geistreich jonglierten sie mit mathematischem Vokabular und den Grundrechenarten. Lehrerin Cornelia Riederer ist mit Esther Schmitt seit Jahren eine zentrale Koordinatorin der Fachschaft Mathematik.

"Mathe macht glücklich", betonte Schulleiterin und Gastgeberin Nicola Wölbern, die sich ebenfalls über die große Resonanz des Wettbewerbs freute. Die Auswertung der Aufgaben erfolgt in den nächsten Wochen. Alle Schüler erhalten Teilnahmeurkunden. Auf die zehn Besten wartet außerdem ein kleiner Preis, die Top drei werden zusätzlich an ihrer Schule ausgezeichnet.

Die Teilnehmer des Mathematikwettbewerbs hatten vor allem eins: Spaß am Knobeln. Und sie haben gezeigt, dass man mit ihnen auch in Zukunft rechnen muss. tr

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