Bensheim

Mehr Licht für „schwarze Löcher“ und Angsträume

Die räumlich begrenzte „Umsiedlung“ des Personenkreises an der Fußgängerunterführung ist der größte Posten im Maßnahmenpaket für mehr Sicherheit am Bahnhof. Weitere 15 000 Euro stehen unter anderem für eine bessere Beleuchtung bereit. Neuralgische Stellen sind beispielsweise der Fahrradweg über die Schwanheimer Straße runter zum Bahnhof.

„Wenn es dunkel wird, ein einziges schwarzes Loch“, kommentierten die Teilnehmer des Rundgangs der CDU-Fraktion. Durch einen Rückschnitt von Gebüschen und Bäumen könnte ebenso Abhilfe geschaffen werden wie durch zusätzliche Lampen oder einen Austausch der Leuchten.

Ähnliches gilt für den Fußweg zwischen Netto-Parkplatz und Gartenstraße. Viel Grün, wenig Licht – „kein guter Raum“, so die einhellige Meinung vor Ort. Mit einem moderaten Einsatz der Motorsäge und unter Umständen einem weiteren Leuchtenmast könnte die Situation verbessert werden.

Zufrieden äußerten sich die Fraktionsmitglieder über die Videoüberwachung, die sehr gute Dienste leiste. Allerdings seien auch hier Eingriffe nötig, um bessere Aufnahmen zu erzielen. Um in den Abend- und Nachtstunden die Qualität der Aufnahmen zu erhöhen, braucht es leistungsstärkere Lampen. Die Kamera an der Bundesstraße könnte zudem höher angebracht werden, um den Busbahnhof zusätzlich in den Blick zu nehmen.

Wie berichtet, soll außerdem im Bahnhofsgebäude eine Außenstelle der Stadtpolizei eingerichtet werden. „Uns ist wichtig, dass hier Präsenz gezeigt wird – und das nicht nur zu normalen Tageszeiten, sondern auch abends, an Wochenenden und Feiertagen“, fasste Tobias Heinz die Erwartungshaltung zusammen. Damit die geforderte Flexibilität nicht mit dem Dienstplan kollidiert, werden zwei zusätzliche Stellen geschaffen. Positiv bewertete die Fraktion die Planungen für ein Fahrradparkhaus mit 70 Stellplätzen in der ehemaligen Gepäckabfertigungshalle.

Angesprochen wurden darüber hinaus die Sanitäranlagen. Die öffentlichen Toiletten im Bereich der Tiefgarage sind kein Ruhmesblatt für die Stadt und oft von Vandalismus betroffen. Der Magistrat soll deshalb auf Anregung der CDU prüfen, ob „oberirdisch“ eine Anlage installiert werden kann – und welche Kosten dadurch entstehen würden. Denkbar wäre ein WC-Häuschen mit Münzeinwurf und selbstreinigender Toilette, wie man es von anderen Städten her kennt. dr

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