Bensheim

Feuerwehr Mitte 54 Einsätze im zweiten Quartal – fast die Hälfte davon waren letztlich Fehlalarme

Mehrere Brände gelöscht und eine Stute gerettet

Archivartikel

Bensheim.Von den Feuerwehrmännern und Frauen des Stützpunktes Bensheim-Mitte wurden im zweiten Quartal des Jahres insgesamt 54 Einsätze abgearbeitet. Diese gliederten sich in 20 Hilfeleistungseinsätze, neun Brandeinsätze und 25 Fehlalarme. Trotz des Einsatzrückganges und einer hohen Anzahl an Fehlalarmen konnten die Bensheimer Brandschützer einige Menschenleben sowie Tiere und Sachgegenstände retten.

Zu einer Großtierrettung wurden die Einsatzkräfte am 27. April in eine Reitanlage alarmiert. Ein Pferd steckte in einem zugewucherten Entwässerungsgraben fest. Durch den Tierarzt konnte das Tier zunächst beruhigt und von den Einsatzkräften freigeschnitten werden. Anschließend wurde die Rettung mit einem Hebegeschirr vorbereitet. Das ging der wartenden Stute jedoch zu langsam. Sie entschied sich den Graben unverletzt und aus eigener Kraft zu verlassen.

„Person eingeschlossen in Wohnung/Aufzug“ lautete das Einsatzstichwort am Abend des 3. Mai. Vor Ort konnte schnell festgestellt werden, dass es sich aufgrund einer Sicherheitstür, hinter der sich eine hilflose Person befand, nicht einfach gestalten würde, die Tür zu öffnen. Glücklicherweise konnte eine Bekannte der Person, die sich ebenfalls an der Einsatzstelle befand, telefonischen Kontakt herstellen. Da der Vermieter, der einen Ersatzschlüssel für die Tür besitzt, bereits informiert war, konnte nach erster Einschätzung des Rettungsdienstes auf diesen gewartet werden. Als die Wohnungstür schließlich geöffnet werden konnte, wurde der Patient zur weiteren Behandlung an den Rettungsdienst übergeben.

Ein brennender Müllbehälter lautete das Alarmstichwort in der Nacht vom 11. Juni. An der Einsatzstelle angekommen, stellte die Feuerwehr fest, dass die Anwohner bereits versucht hatten, die Mülltonne mit einem Gartenschlauch zu löschen. Die Brandschützer übernahmen daraufhin die Löscharbeiten mit ihrem mitgebrachten Equipment. Da die Papiertonne allerdings schon in Vollbrand stand, konnte diese nach den Löscharbeiten nicht mehr verwendet werden.

Wasser im Keller

Gemeinsam mit den Feuerwehren Auerbach und Hochstädten wurden die Helfer am Morgen des 12. Juni mit dem Einsatzstichwort „Person unter Zug“ geweckt. Da sich die Einsatzstelle in Auerbach befand und der Einsatzleiter sich schnell ein Bild von der Lage machen konnte, hatte die Feuerwehr Auerbach die Amtshilfe übernommen. Somit war kein Einsatz für die Einsatzkräfte aus Bensheim-Mitte und Hochstädten mehr nötig.

Mit dem Einsatzstichwort „Wasser im Keller ohne Eile“ wurde die Feuerwehr Bensheim in die Neugrabenstraße alarmiert. Dort stand ein Keller, der 50 Quadratmeter umfasste, knappe vier Zentimeter unter Wasser. Nachdem das Wasser vom Besitzer abgestellt worden war, saugte die Feuerwehr das Wasser mit Hilfe eines Wassersaugers sowie mehreren Wasserschiebern auf. Der Einsatz konnte nach einer knappen Stunde beendet werden.

Am 22. Juni wurden die Helfer zu einem Verkehrsunfall gerufen. Der Rettungsdienst war bereits vor Ort und hat die verletzten Personen betreut. Die Feuerwehr stellte den Brandschutz sicher und klemmte die Batterien der Fahrzeuge ab. .

Zu einem Wohnungsbrand mit Menschenrettung wurden die Einsatzkräfte am 23. Juni alarmiert. Vor Ort konnte allerdings schnell Entwarnung gegeben werden. Es handelte sich lediglich um angebranntes Essen im Backofen. Darüber hinaus kam es während des zweiten Quartals zu insgesamt zwölf Einsätzen, die durch eine Brandmeldeanlage (BMA) ausgelöst wurden. All diese Einsätze ließen sich nach Erkundung des Gruppenführers gemeinsam mit dem Atemschutztrupp letzten Endes als Fehlalarme einstufen.

Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die im zweiten Quartal anstehenden Sitzungen des Vorstandes und des Ausschusses sowie die Übungen der Jugendfeuerwehr abgesagt oder teilweise virtuell durchgeführt.

Die regelmäßigen monatlichen Übungen wurden ab Mitte Juni in Gruppenstärke (acht Einsatzkräfte sowie ein Ausbilder) und einem neuen Konzept unter Beachtung der Abstandsregeln und der Hygienevorschriften wieder aufgenommen. red

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